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Anwenderbericht Johs. Schmidt, NorderstedtHamburg:

Mobile Datenerfassung verdrängt Belegleser

14.07.1978

NORDERSTEDT - Vor dem Einsatz mobiler Datenerfassungsgeräte wurde das Bestellwesen von Lagerartikeln in unseren Filialen mit Hilfe von Handschrift Belegleser durchgeführt. Trotz verschiedener Vorteile, die sich aus dem Einsatz des Beleglesers ergaben (etwa eine klar lesbare Schrift oder die Möglichkeit der Bestellung zwischen 1 bis 999 Einheiten ohne Stückelung) überwogen dennoch mit der Zeit Nachteile wie das zeitaufwendige Übertragen der Bestellmengen aus der Bestell-Liste auf die Lesebelege.

Außerdem gab es Verzögerungen bei den Bestellungen durch Briefpost. Das führte zu relativ großen I Zeitdifferenzen zwischen dem Beginn h der Bestellung und der Auslieferung der georderten Ware.

Bessere Bestandskontrolle

Durch den Einsatz mobiler Daten erfassungsgeräte sollten diese Probleme gelöst werden. Wir versprachen uns darüber hinaus eine bessere Bestandskontrolle, eine optimalere Regalbelegung und damit verbundene minimierte Lagerräumlichkeiten.

1975 fanden erste Gespräche mit der Firma MSI Data statt. Sie wurde dann

Ende 1976 beauftragt, ab Mai 1977 in drei Filialen mit dem tragbaren DE-Gerät MSI 2200 einen Testbetrieb durchzuführen. Das System verfügt über einen angeschlossenen Kassettenspeicher. Der Einsatz des MSI 2200 erforderte die Erstellung von Programmen für den Druck von Regaletiketten und Sortimentslisten sowie für die Einbeziehung der Bestelldaten in die bestehende Organisation. Damit war ein Mitarbeiter drei Monate ausgelastet. Das Inventurteam stattete schließlich die Läden mit den Regal-Etiketten aus.

Erfassungszeit reduziert

Die Testphase ergab, daß die Bestellung mit Hilfe mobiler Datenerfassung von den Filialleitern äußerst positiv aufgenommen wurde. Darüber hinaus konnte die Zeit zur Erfassung der Bestellungen am Regal einschließlich der Übermittlung zur Zentrale per Telefon in den Datenempfänger MSI 3040 nach kurzer Einarbeitung im Schnitt um 50 Prozent verringert werden.

Andererseits erkannten wir daß wegen der notwendigen, im täglichen Betrieb aber nicht konsequent durchgeführten Pflege des Gerätes Schwierigkeiten auftraten. Außerdem erschien uns das Gerät mit 2 8 kg zu schwer. Schließlich stellte sich auch noch heraus daß eine Speicherung bereits übermittelter Daten unnötig war.

Positive Erfahrungen

Glücklicherweise fiel das Angebot leichterer Geräte mit internem Speicher durch MSI noch in die Testphase, was uns sehr gelegen kam. Nach eingehender Prüfung entschied sich die Firma Johs. Schmidt daraufhin für das neuere Gerät MSI 77 mit einem 8-K-Memory, was einer Speicherkapazität von 910 Positionen a 9 Stellen entspricht.

Noch vor Ende der Testzeit mit diesem handlichen Gerät wurde beschlossen, die positiven Erfahrungen endgültig in die Praxis zu übertragen Dementsprechend wurden bereits drei neue Filialen bei ihrer Eröffnung mit MSI-77-Systemen ausgerüstet.

Im Januar 1978 begann Johs. Schmidt mit der Umstellung aller Filialen auf mobile Datenerfassung, die Ende Mai 1978 abgeschlossen werden konnte. Zur Zeit erfolgt die Übertragung der Bestelldaten noch mit Akustikkopplern und Übertragungsgeschwindigkeiten von 300 Baud. Vorgesehen ist jedoch der Anschluß von Parallelmodems D 20 PA und später der Abruf durch automatisches Anwählen der Filialen durch den Datenempfänger MSI 3040.

Hans-Heinrich Rau ist Mitarbeiter der Firma Jos. Schmidt.