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24.08.2001 - 

Mobile Devices/Kommentar

Mobile Dilemmata

Wolfgang Miedl Redakteur CW

Mobile Business ist eines der Trendthemen der letzten Jahre. Bezeichnend für Hypes wie diesen ist allerdings auch, dass zwischen den Versprechen der Branche und dem tatsächlichen Erfolgen in der Praxis eine große Lücke klafft. Beispiele gibt es in rauen Mengen, so etwa WAP. Nachdem sich der Mobilfunk in kürzester Zeit flächendeckend verbreitet hatte, wollte die Branche glauben machen, dass auch das Schmalspur-Internet im gleichen Tempo Millionen von begeisterten Anwendern finden werde. Nicht wirklich gefragt haben sich die Experten aber offenbar, ob ein Medium mit derart eingeschränkter Bedienbarkeit und den hohen Kosten für Online-Zeit tatsächlich den Nerv der Kunden treffen kann. Bei UMTS scheint sich schon im Vorfeld die nüchterne Nutzenbetrachtung und Kalkulation durchzusetzen. Die ersten Mobilfunkbetreiber geben ihre Lizenzen zurück.

An Innovationsfreude mangelt es der Branche aber nach wie vor nicht. So versprechen sich viele Unternehmen mit Location Based Services (LBS), den ortsbezogenen Diensten, eine neue Dimension mobiler Anwendungen. Noch existiert keine Killerapplikation, die LBS zum Muss sowohl für Technophile als auch die breite Masse macht. Spannend an den neuen Diensten ist immerhin, dass sie alte Gewohnheiten und kulturelle Grundsätze in Frage stellen. Denn wer die Bequemlichkeit der neuen Online-Services in Anspruch nehmen möchte, muss sich im Klaren sein, dass er sich einer permanenten Überwachung aussetzt.

Trotz solcher Bedenken dürften gerade die ortsbezogenen Dienste ein verlockendes Potenzial für Unternehmensanwendungen bieten. Und damit wird die Grenze zwischen Privatspäre und Arbeitswelt weiter verschwimmen. Nachdem wir uns an die ständige Erreichbarkeit durch das Handy beinahe schon gewöhnt haben, ist nun eine weiter gehende Kontrolle technisch möglich. Werden wir sie zulassen?