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08.12.2000

Mobile Portale: Der nächste Hype oder die Zukunft?

Wenn es stimmt, dass Handhelds und Handys den PC als Zugangsmedium für das Internet ablösen werden, dann haben die Gebrüder Samwer mit ihrem mobilen Web-Portal "Jamba!" möglicherweise den richtigen Riecher. CW-Redakteur Heinrich Vaske sprach mit Oliver Samwer, der sich als Mitbegründer des Auktionshauses Alando.de bereits einen Namen gemacht hat.

CW: Sie nennen Ihre neue Firma Jamba! Woher kommt der Name?

Samwer: Als wir 1998 in Palo Alto im Silicon Valley waren, hieß unser Lieblingsgetränk Jamba Juice. Ein Fruchtsaft mit Eismischung und vielen Vitaminen. Daher der Name. Ein Rufzeichen steht dahinter, weil unsere Zielgruppe eher jung ist - irgendwo zwischen 14 und 39 Jahren. Jung und Entertainment-orientiert.

CW: Hinter dem größten Internet-Portal Yahoo steht auch ein Rufzeichen...

Samwer: Wir wollen auch eine Art Mobile Yahoo werden. Jamba entwickelt ein mobiles Internet-Portal. Die primären Medien sind für uns SMS (Short Message Service) und WAP (Wireless Application Protocol).

CW: Lohnt es sich heute noch, verstärkt in SMS zu investieren?

Samwer: Die Handy-Bevölkerung ist bisher nur zu zwei bis vier Prozent mit WAP-Geräten durchdrungen. Davon nutzen noch viel weniger den mobilen Internet-Zugang. SMS dagegen steht 100 Prozent zur Verfügung, 20 bis 30 Prozent verwenden den Dienst.

Wir stecken heute zirka 60 bis 70 Prozent unserer Ressourcen in SMS, weil wir daran glauben. Die anderen 30 bis 40 Prozent investieren wir in WAP und insbesondere in die Vorbereitung von WAP-Produkten für den Mobilfunkstandard General Packet Radio Service. Mit GPRS nutzt man das Internet Protocol (IP) und setzt auf den billigeren und effizienteren paketorientierten Datenversand. Der Leistungsunterschied zwischen UMTS und GPRS ist vergleichbar mit dem von T-DSL und einer ISDN-Leitung.

CW: Aber mit UMTS werden die Karten doch ganz neu gemischt, es ergeben sich völlig andere Möglichkeiten der Aufbereitung und Vermarktung von Content.

Samwer: Erinnern Sie sich mal: Wer waren die Nummer eins, zwei und drei im Portal-Markt, als man noch mit 28,8-Kbit/s-Modems ins Netz ging, und wer ist es heute? Die Firmen, die 1994, 1995 oder 1996 begannen und mit 9,6- oder 28,8-Modems anfingen, sind heute Marktführer. Keiner hat es geschafft, 1999 oder in diesem Jahr ein Portal aufzubauen. Dasselbe werden wir mit UMTS erleben: Wir übertragen mit GPRS ein kleines MP3-File, mit UMTS den MTV-Clip. UMTS ist bunter, schneller, besser - aber wer sich 2001 und 2002 im GPRS positioniert, der wird auch im UMTS das Rennen machen.

CW: Was für Inhalte bieten Sie Ihren Kunden?

Samwer: Auf unserem Portal kann der mobile Web-Zugang personalisiert werden. Der eine will beispielsweise Nachrichten oder Informationen von "Focus" oder "Handelsblatt" und möchte im Shopping-Bereich vielleicht noch auf Amazon.com für den Einkauf von Büchern zugreifen. Ein anderer Nutzer bevorzugt die MTV-News, den Party-Radar und vielleicht Klingeltöne und Logos.

CW: Ist das Portal schon in Betrieb?

Samwer: Das Portal steht. Es ist das in Deutschland derzeit umfassendste WAP- und SMS-Portal. Wir haben ungefähr 180 WAP-Dienste und 400 SMS-Kanäle. Zu den WAP-Partnern zählen zum Beispiel Onvista, Cinemaxx, TUI, Spiegel, Amazon - alle, die heute professionelle WAP-Seiten haben. Das "Handelsblatt" liefert journalistische Inhalte, Onvista erlaubt dem Handy-User, Börsencharts anzuschauen etc.

Wir wollen mit diesen Partnern individuelle Angebote generieren. Mit Onvista etwa entwickeln wir ein Portfolio-Instrument, das den Kunden über WAP oder SMS einmal pro Woche oder jeden Abend oder wann immer sie wollen ihren Depotauszug übermittelt. Außerdem gibt es einen Link zu einem Broker, damit Transaktionen abgewickelt werden können.

CW: Vorhandenen Content für den Konsum übers Handy aufzubereiten gilt als eine Sisyphusarbeit...

Samwer: Sie können allen Content, der heute im Internet verfügbar ist, in die Tonne werfen. Sie müssen richtig umschreiben. Unsere Partner interessieren sich trotzdem dafür, weil wir ihnen sagen, in Zukunft, unter WAP, wird der Umsatz geteilt - allerdings noch nicht unter WAP im GSM-Netz.

CW: Warum machen Sie hier einen Unterschied zwischen GSM- und GPRS-Netz?

Samwer: In der Presse wird sehr oft WAP verrissen, aber dessen schwache Performance ist nicht das Problem, sondern es geht um die zugrunde liegende Technologie. GSM-Netze sind auf 9,6-Kbit/s-Datenübertragung ausgerichtet. Unter GPRS sind wir permanent eingeloggt und werden mit bis zu doppelter ISDN-Geschwindigkeit surfen können. Das hat NTT Docomo in Japan mit I-Mode geschafft - eine Always-on-Technologie, der GPRS ähnelt.

CW: Sie schauen also beim Aufbau Ihres Mobile-Portals vor allem nach Japan?

Samwer: Die globale Reihenfolge im Mobile-Internet sieht so aus, dass Japan mit ungefähr zwölf bis 18 Monaten Vorsprung vor Europa liegt, dann kommen die USA mit einem weiteren Rückstand von zwölf bis 18 Monaten. Unsere Partner sagen sich, im WAP werden wir eines Tages Geld verdienen, aber Jamba ist auch sehr stark im SMS, und da klingelt schon heute die Kasse. Wenn man auf die Jamba-Site geht und beispielsweise SMS-Bundesliga abonniert, dann kostet der Dienst 4,95 Mark im Monat, und der Kunde wird über jedes Spiel informiert.

CW: Wie funktioniert die Arbeitsteilung zwischen Inhalteanbietern und Jamba?

Samwer: Wir haben bevorzugte Partner, die eine Content-anywhere-Strategie verfolgen, also mit ihren Inhalten auf jedes Endgerät wollen. Sie bereiten ihren Content entsprechend auf. Wir dagegen haben die Erfahrung, wie eine Nutzerstruktur aussieht. Wir können sagen, wie die Seite aufzubauen ist und wie viele Clicks man sich erlauben kann, um den Anwender bei der Stange zu halten. Man verliert bis zu 50 Prozent, wenn der User einen Click zu viel machen muss. Das ist tödlich.

Außerdem ist sehr wichtig: Das Handy ist kein Input-Device. Es ist unbedingt zu vermeiden, dass Anwender Sachen eingeben müssen. Wenn Sie in unserem Portal den Bereich Wetter ansteuern, dann können Sie sich durchklicken, müssen aber nichts eingeben. Wir sind heute 53 Mitarbeiter, die sich nur mit Ergonomiefragen beschäftigen. Das hängt natürlich jeweils auch vom Telefon ab. Mit Nokia haben wir schon ein paar animierte Applikationen geschrieben.

CW: Im Markt für mobile Portale gibt es ein Hauen und Stechen. Jeder möchte das Yahoo im Handy- und Handheld-Markt werden.

Samwer: Das stimmt, aber nur sehr wenige können das schaffen. Unser Portal ist auf vielen Handies, die Sie im Laden kaufen können, voreingestellt. Sie legen die SIM-Karte ein, drücken auf Menü und Services, dann kommen Sie auf das Portal.

Portale sind entscheidend, nicht zuletzt, um in diesem Markt erfolgreich zu sein, haben T-Mobile und Mannesmann so viel für UMTS-Lizenzen bezahlt. Genauso wie AOL nur noch die Hälfte seines Umsatzes mit Grundgebühr und ISP-Leistung verdient, die andere Hälfte aber damit macht, dass es fremden Content auf seiner Startseite zulässt, so wird es auch im Mobile-Markt zugehen. In drei Jahren verdiene ich mit dem Netz kaum noch was. Dann muss das Geld mit der Startseite hereinkommen.

CW: Können Anwender ihre Startseite dann nicht beliebig wechseln?

Samwer: Wenn auf einem Gerät ein Portal wie die Jamba-Startseite vorinstalliert ist, müssten Sie sehr viel klicken und dann noch etliche Daten eingeben, um das zu ändern. Homepage, Connection Type, Security, Dial-up-Nummer, IP-Adresse, Authentifizierung und vieles mehr.

Die Mobilfunkunternehmen wissen das. Sie wollen die Möglichkeit nutzen, selbst ein AOL oder Yahoo zu werden. 90 Prozent der Kunden werden die voreingestellten Portale niemals ändern - sofern sie die wichtigen Sachen wie Kino, News etc. bieten. Wenn man sich heute Yahoo, Excite oder Infoseek ansieht und eine Funktionsliste erstellt, dann sieht man, dass die Angebote sich nur minimal unterscheiden. Das passiert im Mobilfunknetz genauso.

CW: Heißt das, exklusiver Content wird bei den einzelnen Mobilfunkanbietern nicht zur Verfügung stehen?

Samwer: Viele Content-Anbieter sind unsere Partner, werden aber sicher auch mit T-Mobil und Mannesmann zusammenarbeiten.

Wir haben immer nur eine temporäre Exklusivität. Warum? Die Inhalteanbieter wollen in allen Regionen und auf allen Portalen vertreten sein. Warum sollten nur Mannesmann-Kunden das "Handelsblatt" lesen? Auf der Content-Seite gibt es nur sehr wenig Exklusivität - eigentlich nur das, was man selbst entwickelt. Wir konzentrieren uns da auf den Games- und Mobile-Entertainment-Bereich. Information aufzubereiten - da gibt es genug Journalisten, die das viel besser können. Das kann kein Portal selbst, das macht auch Yahoo nicht.

CW: Ihr Mobilfunkpartner Debitel gehört nicht zu den Marktführern. Ist das ein Nachteil?

Samwer: Natürlich sind im mobilen Portalgeschäft die Marktführer am besten positioniert: Mannesmann mit 12,8 Millionen und T-Mobil mit 12,2 Millionen Teilnehmern. Danach kommen an dritter Stelle schon wir: Debitel und die anderen Jamba-Partner Media-Markt/Saturn und Electronic Partner mit ungefähr 6,2 Millionen Mobilfunk- und Telefonkunden.

Wir brauchen diese Partner nicht nur als Geldgeber, sondern vor allem für die Distribution: So können wir den Kunden unser vorkonfiguriertes Portal voreingestellt anbieten. AOL und Yahoo sehen das übrigens genauso. AOL hat sich beispielsweise mit 15 Prozent an einer Firma in England beteiligt, einer Kooperation von Distributoren. Sie gehen diesen Weg, weil sie mit ihrem Portal sonst nicht auf die Geräte kommen.

CW: Sie können vielleicht über Debitel einen bestimmten Marktanteil abdecken, aber Marktführer sind nun mal Mannesmann und T-Mobil.

Samwer: Debitel hat 16 Prozent Marktanteil. Ich gehe davon aus, dass die ersten drei das Rennen machen. Außerdem verfolgen wir ein offenes Modell, bei uns können weitere Partner einsteigen. Nur Mannesmann und T-Mobil haben ganz klar gesagt: "Dieses Geschäft wollen wir selbst machen."

CW: Wäre es aus Sicht der Marktführer nicht attraktiv, mit einem marktführenden Portal wie Yahoo oder AOL zusammenzuarbeiten? Die Marken sind bekannt und bewährt - im Gegensatz zu Jamba.

Samwer: Yahoo möchte solche Verträge, aber Mannesmann und T-Mobil nicht. Warum auch? Die geben doch nicht zweistellige Milliardenbeträge für UMTS-Lizenzen aus und lassen sich das Geschäft, das sie gleich zu Anfang machen können, aus der Hand nehmen. Yahoo hat keinen Content für den Mobile-Sektor. Das, was auf den Web-Seiten zu finden ist, kann man auf Handys und Handhelds nicht verwenden. Yahoo hat ja ohnehin kaum eigenen Content, die haben Partner. Für das Mobile-Geschäft braucht man aber andere Partner, solche, die bereits angepasste Dienste haben.

CW: Wie lässt sich mit einem mobilen Portal Geld verdienen? Bisher ist die Bereitschaft, für Online-Informationen zu zahlen, nicht besonders ausgeprägt. Und der Werbekuchen dürfte ebenfalls schnell verteilt sein.

Samwer: Der Vorteil am Mobiltelefon ist, dass die Kunden eine simple Rechnung zugestellt bekommen. Die trudelt per Post ein, und der Kunde zahlt. Auf Einzelposten achtet er weniger, das geht schon mal unter. Klingelton für 99 Pfennig, da überlegen junge Handy-Besitzer nicht lange. Anders als im E-Commerce wird der Kunde über seine Telefonnummer identifiziert, er authentifiziert sich mit der PIN und kauft darüber ein - wir werden das im Januar zeigen. Dann wird es bei uns so laufen, dass zum Beispiel das Spiel Schiffe versenken über WAP-GPRS 20 Pfennig kostet.

CW: Was macht Sie so zuversichtlich, dass Anwender für so etwas zahlen?

Samwer: Es gibt Erfahrungswerte. Man sieht es am Mobilfunkstandard I-Mode in Japan: Im Internet zahlt keiner für irgendetwas, im I-Mode zahlt jeder. Ich könnte mir beispielsweise vorstellen, dass der Kunde News von Reuters umsonst bekommt, im Finance-Bereich aber für die Mobile-Version des Platow-Briefes zahlen muss. Von den Games erhält er vielleicht eines kostenlos, das nächste kostet 20 Pfennig. Mobilfunkanwender sind daran gewöhnt, etwas zu bezahlen. Sie bekommen eine klar aufgeschlüsselte Rechnung, und das akzeptieren sie.

Werbung auf mobilen Endgeräten wird es auch geben. Wenn Sie bei uns die "Handelsblatt"-News aufrufen, müssten Sie einen Banner sehen von You Smile. Der wird kurz eingeblendet. SMS-Dienste werden zum Beispiel von Firmen gesponsert, etwa von MTV.

CW: Inwieweit unterscheiden sich die Surf-Gewohnheiten von Internet-Nutzern am PC und am Handheld?

Samwer: Auf die Dienste wird sehr oft zugegriffen, aber immer nur sehr kurz. Das wird nicht wie im Internet sein, wo man sich abends hinsetzt und eine Stunde surft. Man fragt kurz ab, was es im Kino gibt, wie Bayern München gespielt hat etc. Es werden im Jahr 2003 sicher nicht sehr viele Leute im Cafè sitzen und sich per Handy bei Amazon.com durchwühlen, um ein Buch zu bestellen. Vielmehr werden die Leute digitalen Content nutzen. Einmal den Platow-Brief lesen kostet 20 Pfennig. Digitale Güter, besonders zeitkritische und lokalisierte Informationen, werden konsumiert. Da spielt sich M-Commerce wirklich ab. Der Handel mit physischen Gütern wird im M-Commerce viel geringer sein.

CW: Warum beteiligen sich neben Debitel auch Media-Markt/Saturn und Electronic Partner an Jamba?

Samwer: Die möchten nicht mehr nur Endgeräte verkaufen, sondern am gesamten Customer-Lifetime-Value partizipieren. Media-Markt beispielsweise hat als einer der größten Anbieter in Deutschland seinen PCs CDs mit den Internet-Zugängen von T-Online und AOL beigelegt. Dafür haben sie von den Portalen vielleicht 20 Mark je Rechner bekommen. AOL und T-Online haben aber allein durch ihre Börsengänge ganz andere Customer-Lifetime-Values geschaffen. Media-Markt sagt sich, wir wollen unsere Wertschöpfung auch erweitern. Wir sind der größte unabhängige Verkäufer von mobilen Endgeräten. Das neue Portal werden wir selbst machen. Der Handel spielt eine extrem wichtige Rolle. Nummer eins im Markt ist die Media-Saturn-Gruppe, Nummer zwei ist Electronic Partner. Danach kommen erst die anderen.

CW: Haben diese Firmen die Idee zu Jamba gehabt?

Samwer: Nein, nach dem Verkauf unserer Ebay-Anteile haben zunächst wir uns mit dem Thema beschäftigt. Unsere Sponsoren waren aber gleich interessiert. Sie haben gesehen, wie die Kaufhauskette Dixons in England den Internet-Provider Freeserve aufgebaut hat. Dixons hat seinen PCs von Anfang an keine AOL-Zugangssoftware beigelegt. Stattdessen haben die jeden Computer mit ihrem eigenen Freeserve gebündelt und damit erhebliche Werte generiert. Bei Metro und Media-Markt sagt man sich natürlich, das, was die in England gemacht haben, machen wir jetzt auf einem Medium, das sich noch viel schneller verbreitet und viel größer wird. Neben dem TV und dem Radio ist das Mobiltelefon das einzige Massenmedium.

Die Jamba-GründerGemeinsam mit Max Finger und seinen Brüdern Alexander und Marc gründete Oliver Samwer Anfang 1999 die Internet-Auktionsfirma Alando.de. Bereits wenige Monate nach der Eröffnung verkauften die Gründer ihr Unternehmen an den Weltmarktführer Ebay, der so zu einer Deutschland-Präsenz kam. Der Übernahmepreis wurde nicht bekannt, Branchenspekulationen gingen von zirka 30 Millionen Mark aus.

Die schnell reich gewordenen Jungunternehmer schieden einige Monate später bei Ebay aus und machten sich als Business Angels für die New Economy stark. Dabei initiierten sie unter anderem den Internet-Gründerverein Silicon City Club.

Gemeinsam mit Ole Brandenburg, der Anfang 1999 als einer der ersten Mitarbeiter zu Alando.de kam, gründeten Samwer & Co. im August dieses Jahres das mobile Web-Portal Jamba. Die Internet-Startseite fürs Handy zählt gegenwärtig bereits über 100000 Kunden, die aus mehr als 180 WAP- und 400 SMS-Diensten wählen können. An Jamba sind neben den Gründern der Mobilfunkanbieter Debitel mit 15 Prozent, Media-Markt/Saturn (15 Prozent) und Electronic Partner (zehn Prozent) beteiligt. Zu den Dienste- und Content-Anbietern, die Jamba unterstützen, zählen unter anderem Nokia, Amazon, Onvista, TUI, RTL, n-tv, Cinemaxx, Ebay, Ravensburger und Dooyoo.de.