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12.03.1993 - 

Service Provider Proficom setzt auf Mehrwertdienste

Mobilfunk: D1 und D2 liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen

Bis Ende 1994 duerfte sich die Zahl der Anbieter von D-Netz- Services nach Meinung von Dettmar Hagel, Bereichsleiter Marketing bei Proficom, auf rund zehn Provider reduzieren. Obwohl die Dienstleister von dem Interesse der Anwender an D-Netzen 1992 positiv ueberrascht wurden, wird nach Ansicht Hagels Service- Providern, die keine finanzkraeftigen Muetter im Ruecken haben und marktwirtschaftlich zu riskant taktieren, kurz- und mittelfristig die Luft im Wettberb ausgehen.

Mehrwertdienste werden das Rennen entscheiden

Der Kampf um Marktanteile wird Proficom zufolge durch das Angebot an Mehrwertdiensten entschieden, die einzige Moeglichkeit der Serviceanbieter, sich voneinander zu unterscheiden. Das 1991 gegruendete Unternehmen, dessen Gesellschafter die MAN Hoesch Teleservice GmbH, der ADAC und die britische Securior Communications sind, bietet deshalb neben den Basisdiensten der Netzbetreiber auch entsprechende Value Added Services (VAS) an.

Die Angebotspalette umfasst als VAS zum Beispiel einen Nachrichtenservice, den Proficom in Zusammenarbeit mit Reuters realisiert. Dabei koennen Nutzer fuer 3,45 Mark pro Minute individuell Informationen aus den Bereichen Wirtschaft, Finanzen, Politik, Gesellschaft, Sport und Wetter abfragen. Eine weitere Mehrwertleistung stellt der Verkehrs- und Touristikdienst dar, der zum Inlandstarif Informationen ueber Strassenzustand und Ausweichrouten sowie Wetterprognosen, Kraftstoffpreise, Autobahngebuehren und deutschsprachige Aerzte im Ausland liefert.

Die Grunddienste beinhalten bei der D1-Karte Travel Service, Auskunft mit Weitervermittlung, Sekretariatsdienst, Verkehrsinformationen, Mailbox und Anrufumleitung sowie bei der D2-Karte die verbindende Nummer, Fluginformationen, Hotelreservierung, Reiseservice, Pannenhilfe, Verkehrsinfo, Mailbox, Autokredit, Anrufumleitung und -sperrung. Darueber hinaus sind bei den Dortmundern auch Endgeraete der Hersteller Siemens, Panasonic, Philips, Nokia und Orbitel erhaeltlich und bietet das Unternehmen ausserdem Dienste fuer den Chekker-Buendelfunk und C-Netz-Kunden an.

Bisher haben die Westfalen eigenen Angaben zufolge 12 000 Mobilfunkkarten vermarktet, das entspricht rund acht Prozent des gesamten Marktanteils. Hagel bestaetigte, dass gegenwaertig D2 etwas staerker nachgefragt werde als D1. Experten schaetzen den Anteil der verkauften Mannesmann-Karten auf 60 Prozent, den der Telekom auf 40 Prozent.

Der Marketing-Leiter wies in diesem Zusammenhang jedoch auf eine "technische Ungerechtigkeit" hin, die mit fuer die staerkere D2- Nachfrage verantwortlich sei. Die Mannesmann Mobilfunk GmbH erreicht die groessere Flaechendeckung seiner Meinung nach nur auf Kosten der Anwender, weil die Duesseldorfer den Endgeraeten der Kunden eine hoehere Sendeleistung abverlangen, waehrend die Telekom, den GSM-Vorschriften folgend, den Pegel fuer die Sendeleistung regelt. Die Telekom habe, so Hagel, inzwischen nahezu die gleiche Flaechendeckung wie D2 erreicht.