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02.04.2004 - 

Freemove-Allianz wirbt um Business-Kunden

Mobilfunk-Quartett greift Vodafone an

MÜNCHEN (CW) - Das Beispiel von Allianzen internationaler Fluggesellschaften macht jetzt auch im Mobilfunk Schule. Mit der Telecom Italia Mobile (TIM), T-Mobile International, Telefónica Moviles und Orange haben sich vier Schwergewichte verbündet, um vor allem Geschäftskunden mit attraktiven Roaming-Angeboten zu locken.

In die überteuerte Tariflandschaft für internationale Mobilfunkgespräche könnte schon bald Bewegung kommen, wie es nicht nur Verbraucher, sondern auch die Europäische Kommission in Brüssel fordern. Für günstigere Roaming-Preise will zumindest das neu geschaffene Joint Venture "Freemove" der vier Mobilfunkunternehmen TIM, T-Mobile International, Telefónica Moviles sowie Orange sorgen, glaubt man den Erklärungen auf der Gründungsveranstaltung. Ziel des Quartetts ist es, ein abgestimmtes und verbessertes Angebot internationaler Services zu schaffen und günstigere Einkaufskonditionen bei den Handy-Herstellern zu erreichen. Der Preisvorteil soll an die Kunden weitergegeben werden.

Mit der Allianz stellen sich die vier Konzerne vor allem gegen den Konkurrenten Vodafone auf, der Ende 2003 in 36 Ländern der Erde über 130 Millionen Kunden zählte. Zusammengerechnet bringen es die vier Freemove-Mitglieder auf 230 Millionen Teilnehmer in 21 Ländern. Damit entsteht ein mächtiges Gegengewicht zum Marktführer Vodafone.

Den Briten steht aber nicht nur diese Allianz als starker Wettbewerber gegenüber. Internationale Konkurrenz macht ihnen auch das Konsortium "Starmap". Darin haben sich mit der britischen MMO2, der spanischen Amena, der italienischen Wind, der australischen One, der norwegischen Telenor, der ungarischen Pannon sowie der schweizerischen Sunrise mehrere ernst zu nehmende Mobilfunker zu einem beachtlichen Netzwerk zusammengeschlossen.

Die Existenz dieser drei konkurrierenden Blöcke dürfte zu einem Preisrückgang bei den Roaming-Gebühren der Mobilfunker führen. Die in Freemove vereinten Carrier versprechen sich von der Kooperation zum Beispiel eine Reduzierung ihrer Infrastrukturkosten, ein Vorteil, der sich für die Kunden in günstigeren und maßgeschneiderten Tarifmodellen bemerkbar machen soll. Die Gruppe erwartet durch gemeinsame Entwicklungen und Einkäufe ein jährliches Einsparpotenzial von zehn Prozent. So hat das Bündnis zum Beispiel mit den Handy-Produzenten Siemens und Motorola Exklusivverträge geschlossen.

Neben den besseren Einkaufskonditionen streben die Freemove-Partner eine jährliche Steigerung des Sprachverkehrs von zehn Prozent an. Weiteres Ziel ist eine Verdopplung des vermittelten Datenvolumens pro Jahr. Dazu sollen vor allem spezielle Tarif- und Vertragsangebote für multinational tätige Unternehmen beitragen. (pg)