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24.10.2008

Mobilfunker im Fieberwahn

Noch haben die deutschen Mobilfunkkonzerne hierzulande HSDPA mit 7,2 Mbit/s nur in einigen wenigen Ballungszentren ausgerollt, da steigt die Temperatur des Bandbreitenfiebers bereits weiter: Bei Transferraten von bis zu 170 Mbit/s liegt die neue Messmarke. Und sie soll bereits Ende 2010 erreicht werden. Das Zauberwort hinter dieser Entwicklung ist die Long Term Evolution (LTE), also die Weiterentwicklung der heutigen 3G-Netze zu den Mobilfunknetzen der vierten Generation, neudeutsch: Next Generation Mobile Networks (NGMN). Realistischer dürften aber Transferraten von 100 Mbit/s im Download und 37 bis 75 Mbit/s im Upload sein.

Angesichts dieser Aussichten war die Euphorie mancher Mobilfunk-Manager auf dem Mobile Summit in München grenzenlos: Mit HSDPA und den künftigen Techniken brauche niemand mehr DSL oder das Festnetz. Diese Prognose hat jedoch einen Schönheitsfehler: Auch bei LTE teilen sich alle Teilnehmer einer Funkzelle die Bandbreite. Realistisch planende Manager gehen deshalb von einer komplementären Medienkette aus: Unterwegs lässt sich auf Dauer der breitbandige Mobilfunk nutzen, in Ballungszentren und zuhause bildet das Festnetz die Auffahrt zum globalen Internet. Dieses Festnetz schlägt dann mittels Femto- oder Pico-Funkzellen die Brücke zu unseren mobilen Endgeräten. (hi)