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16.05.2007

Mobilfunker O2 will Stellen streichen und sparen

Dem Münchner T-Mobile-Konkurrenten steht angeblich ein hartes Sanierungsprogramm bevor.

Bei der deutschen Telefonica-Tochter stehen einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD) zufolge bis zu 1000 Arbeitsplätze zur Disposition. Sollten sich die Angaben bestätigen, dann würden bei O2 mehr als 20 Prozent der Mitarbeiter ihren Job verlieren. Ferner verhandele der Mobilfunker derzeit mit dem soeben gegründeten Joint Venture Nokia Siemens Networking über ein Outsourcing seines Netzbetriebs. Zudem hinke die Company mit einer operativen Gewinnmarge von rund 22 Prozent deutlich hinter den anderen deutschen Mobilfunkbetreibern her. So weise beispielsweise Vodafone eine doppelt so hohe Marge aus.

Telefonica macht Druck

Die drastischen Sparmaßnahmen sind angeblich deshalb erforderlich, weil die spanische Mutter Druck macht. Die Spanier wollten bis spätestens 2008 Erfolge sehen. Konzernnahe Kreise bestätigen zwar den Druck aus Spanien, wollten sich aber nicht zu eventuellen Entlassungen äußern.

Die Schwierigkeiten bei O2 sind nach Meinung der FTD größtenteils hausgemacht. So habe sich das Unternehmen lange Zeit auf seiner Trumpfkarte "Genion" dem günstigen Tele-fonieren in der eigenen Homezone ausgeruht und keine anderen innovativen Produkte entwickelt.

Konkurrenz hat aufgeholt

Mittlerweile hätte die Konkurrenz mit ähnlichen Angeboten aufgeholt. Erschwerend komme für die Münchner hinzu, dass sie auf eine preissensible, technikbegeisterte und jugendliche Kundschaft setzen. Diese wolle zwar immer die neuesten, möglichst subventionierten Handys, bringe aber deutlich weniger Umsatz pro Kopf als ein Geschäftskunde.

Die lukrative Firmenklientel mache lediglich sieben Prozent der O2-Kundschaft aus. Zudem würden die Münchner Mobilfunker noch mit einem anderen Problem kämpfen, das auch die Deutsche Telekom habe: Die IT-Infrastruktur in den Häusern sei Flickwerk und werde den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht. (hi)