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15.12.2000 - 

Geschäft mit Datendiensten soll forciert werden

Mobilfunker Vodafone bastelt an einer Marke für ganz Europa

DÜSSELDORF (CW) - Der britische Mobilfunkkonzern Vodafone strickt weiter an seinem internationalen Auftritt. Die Briten planen die schrittweise Vereinheitlichung des Markennamens sowie der europäischen Roaming-Tarife. Außerdem soll das Angebot an Datendiensten erhöht werden.

Knapp ein Jahr ist seit der feindlichen Übernahme der Mannesmann AG durch den Konzern Vodafone-Airtouch vergangen, die nicht nur hierzulande hohe Wellen schlug. Nach Ansicht des Vodafone-Managements dürfte unterdessen wohl genügend Wasser den Rhein hinuntergeflossen sein, um sich langsam, aber sicher an eine Abkehr von den Namen Mannesmann und D2 zu wagen. Jedenfalls wollen die Briten ab 2001 mit der Umwandlung der Marke Ernst machen. Anfang nächsten Jahres wird der Namenszug "D2 Mannesmann Mobilfunk" durch "D2 Vodafone" ersetzt; ab 2002 soll dann auch das Kürzel D2 ersatzlos gestrichen werden. Analog verhalten die Briten sich bei allen Tochtergesellschaften.

Neben einer einheitlichen Marke nimmt Vodafone ab dem kommenden Jahr auch eine Konsolidierung der divergierenden nationalen Tarife in Angriff. Als ersten Schritt in diese Richtung nannte das Unternehmen eine europaweit einheitliche Roaming-Gebühr. Diese Vermittlungspauschale fällt an, wenn Mobilfunkkunden im Ausland telefonieren. Mit dem Dienst am Kunden hat es Vodafone allerdings nicht so eilig. Die Vereinheitlichung der Roaming-Gebühr bedeutet nämlich keineswegs deren Ersatz durch einen sowohl für das In- wie auch Ausland geltenden Einheitstarif. Experten sind sich zwar sicher, dass dieser Schritt kommt, ohne Wettbewerbsdruck wird Vodafone vorerst auf das kleine, aber margenträchtige Umsatzfeld des Roaming jedoch nicht verzichten.

Kein Verzicht auf Roaming-GebührenDiese Einnahmequelle dürfte den Briten zumindest noch ein, zwei Jahre erhalten bleiben, denn die ernsthaften Konkurrenten France Télécom und Deutsche Telekom hinken den Briten noch hinterher. Vor allem die Deutschen tun sich schwer, ihren Anspruch, ein weltweiter Mobilfunk-Player zu werden, in die Tat umzusetzen. Ron Sommer hat es nicht geschafft, mit seiner Mobilfunktochter T-Mobil in den lukrativen Märkten Italien, Spanien, Frankreich sowie der Schweiz Fuß zu fassen. Eine nennenswerte Marktbedrohung der Briten durch T-Mobil ist vorerst also nicht zu befürchten. Mehr Gefahr geht da schon von der France Télécom aus, die zumindest in Europa gut aufgestellt ist.

In Sachen Dienste wappnen sich die Engländer jedenfalls für die kommenden Offensiven aus Frankreich und Deutschland. Vodafone kündigte die Entwicklung eines einheitlichen Serviceportfolios für alle Länder Europas an und legte hier ein klares Bekenntnis zum Standort Düsseldorf ab. Dort soll das internationale Mobilfunkangebot geschmiedet werden. Erste beschlossene Servicemaßnahme ab 2001 ist die Einwahl in die Mobilbox mit der gewohnten Nummer, egal in welchem Land sich der Kunde aufhält.

Neben dem Sprachdienst wollen die Briten aber auch das Geschäft mit den Datenservices forcieren. Derzeit beträgt der Umsatz mit Daten pro Kunde lediglich vier Prozent. Diese Marge soll bis zum Jahr 2004 auf 20 bis 25 Prozent gesteigert werden. Mut macht den Briten dabei die Entwicklung der SMS-Meldungen, die bei der deutschen Tochter D2 einen Umsatzanteil von elf Prozent generieren.