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13.05.2005

Mobilfunkgeschäft stützt Telekom-Bilanz

Der Carrier bleibt auf Wachstumskurs. Doch in einigen Geschäftsbereichen kriselt es.

Die Deutsche Telekom steigerte im abgelaufenen ersten Quartal 2005 ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 3,5 Prozent auf 14,4 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb dem ehemaligen Staatskonzern ein Gewinn von rund 1,01 Milliarden Euro nach einem Plus von 632 Millionen Euro im ersten Vierteljahr 2004. Während die Inlandseinnahmen mit 8,6 Milliarden Euro nur leicht über dem Niveau des Vorjahres lagen, legte der Auslandsumsatz im Jahresvergleich um 7,4 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro zu.

USA: Viele Neukunden

Vor allem das Mobilfunkgeschäft trieb die Umsätze im Ausland und damit für den Gesamtkonzern in die Höhe. Für das erste Quartal meldete T-Mobile Einnahmen in Höhe von 6,7 Milliarden Euro, das sind 7,6 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Allein in den USA gewann T-Mobile im abgelaufenen Quartal knapp eine Million neue Kunden hinzu. Damit löst der US-amerikanische Markt mit fast 18,3 Millionen Kunden Großbritannien (16,1 Millionen Kunden) als zweitwichtigsten Mobilfunkmarkt für T-Mobile nach Deutschland (27,6 Millionen Kunden) ab. Der Umsatz in den USA legte im Jahresvergleich um 26,5 Prozent auf fast 2,6 Milliarden Euro zu. Dagegen reduzierten sich die Einnahmen in Deutschland um 2,2 Prozent auf etwa zwei Milliarden Euro.

Analysten kritisierten den Kurs der Telekom, in Deutschland zugunsten der Marge auf eine aggressivere Neukundenwerbung zu verzichten. Konkurrenten wie E-Plus, O2 und Vodafone hätten in den vergangenen Monaten bei der Neukundenakquise Boden gutgemacht. Experten warnen bereits davor, T-Mobile könnte in Sachen Kundenzahlen seine Marktführerschaft in Deutschland an Vodafone verlieren.

Auch der Geschäftsbereich Breitband/Festnetz steht unter Druck. So verringerten sich hier die Einnahmen um 4,4 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro. Zwar wuchsen die Einnahmen von T-Online um 4,1 Prozent auf 509 Millionen Euro. Das konnte jedoch nicht den Rückgang des T-Com-Geschäfts ausgleichen. Die Telekom-Verantwortlichen begründen das Absinken der Einnahmen mit geringeren internen Umsätzen mit anderen Geschäftsbereichen.

Auf der Ergebnisseite ging das Ebitda des Bereichs um 1,6 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro zurück. Vor allem T-Online musste seiner aggressiven Neukundenakquise Tribut zollen. So steigerte die Online-Sparte zwar die Zahl ihrer DSL-Kunden im ersten Quartal im Vergleich zum vorangegangenen vierten Quartal 2004 um fast 300000 auf 3,5 Millionen Nutzer. Das bereinigte Ebitda brach aber um 25,4 Prozent von 118 auf 88 Millionen ein.

Experten zufolge steckt die Telekom in Sachen Breitband in der Klemme. So könne sich der Konzern auf die Dauer keine weiteren Gewinneinbußen erlauben, was angesichts des weiter anhaltenden erbitterten Preiskampfes im DSL-Sektor schwierig werden dürfte. Andererseits muss der Konzern weiter aggressiv neue Kunden für seine Angebote werben. Allerdings konnte die Konkurrenz zuletzt besser das Gleichgewicht zwischen Neukundenakquise und Gewinn halten. So fanden beispielsweise United Internet und Freenet im ersten Quartal 2005 nur rund 100 000 neue DSL-Kunden. Dafür steigerten beide Provider ihren Gewinn.

Leicht legte der Bereich Geschäftskunden der Telekom zu. So steigerte T-Systems im Jahresvergleich seinen Umsatz im ersten Quartal 2005 um 1,6 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro. Das Ebitda wuchs um ein Prozent auf 395 Millionen Euro. Gerettet hat die Sparte der Bereich Enter- prise Services, der im Quartalsvergleich um 180 Millionen Euro expandierte. Dagegen gingen die Einnahmen im Segment Business Services um 80 Millionen Euro zurück. (ba)