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10.10.2003 - 

MMO2 schmiedet Bündnis gegen Vodafone und T-Mobile

Mobilfunkzwerge bilden Allianz

MÜNCHEN (CW) - In einer überraschenden Aktion haben sich der britische Mobilfunkanbieter MMO2 sowie sechs weitere kleinere europäische Netzbetreiber zur "Mobile Alliance" zusammengeschlossen. Das Konsortium will seinen Kunden integrierte Dienstleistungen anbieten und dabei vor allem gegen die Branchengrößen Vodafone und T-Mobile bestehen.

Die Bekanntmachung der Allianz, die vergangene Woche in München besiegelt wurde, ist Branchenkennern zufolge die Konsequenz aus den europäischen Marktgegebenheiten im Mobilfunk. So ist es das offenkundige Bestreben der sieben Mobilfunkzwerge um die britische Gesellschaft MMO2, dem weltweit führenden Vodafone-Konzern mit seinen momentan 122 Millionen Kunden sowie dem Zusammenschluss von T-Mobile, Orange, Telefonica und Telecom Italia Mobile (derzeit rund 170 Millionen Kunden), der bereits im April angekündigt wurde, Paroli zu bieten. Zur "Mobile Alliance" gehören neben MMO2 mit seinen Tochtergesellschaften in Deutschland (O2) und Irland die Gesellschaften Amena (Spanien), One (Österreich), Pannon GSM (Ungarn), Sunrise (Schweiz), Telenor Mobil (Norwegen) und Wind (Italien).

Zusammen bringen die genannten Firmen, die in ihren jeweiligen Heimatmärkten in der Regel die Nummer drei oder vier sind, rund 40 Millionen Kunden auf die Waagschale. Es sei aber noch geplant, weitere Mobilfunkanbieter aufzunehmen, um die Allianz in Europa, Amerika und Asien auszuweiten, hieß es. So hätten etwa die niederländische KPN und Bouygues Telecom Interesse bekundet. Der französische Mobilfunknetzbetreiber will allerdings noch abwarten. Auch KPN zögert, unter anderen auch deshalb, weil der Konzern gerne zusammen mit seiner deutschen Tochter E-Plus beitreten würde. Die gegenwärtigen Statuten sehen jedoch vor, dass pro Land nur ein Mitglied in die Allianz aufgenommen wird, damit man nicht gegeneinander konkurriert.

Erklärtes Ziel der Verbündeten ist es, ihren Kunden über die jeweiligen Landesgrenzen hinweg einheitliche Tarife und Services anzubieten. Dies gelte, wie es am Rande der Vertragsunterzeichnung hieß, vor allem für GPRS- und MMS-Dienste. Diese würden künftig in allen Mitglieder-Netzen in der aus dem jeweiligen Heimatnetz gewohnten Qualität und Nutzerfreundlichkeit zur Verfügung stehen. Gleichzeitig sollen Voice-Mail und Kundenservice mit den vertrauten Kurzwahlmöglichkeiten erreichbar sein. Zudem wollen die Mobile-Alliance-Mitglieder in absehbarer Zeit einen vereinfachten Aufladevorgang für Prepaid-Karten anbieten.

Last, but not least versprechen sich die Partner auch Synergieeffekte beim Einkauf von Netzinfrastrukrur und Handys sowie in den Bereichen Entwicklung und Vertrieb. Zu letztgenanntem Zweck will man möglichst bald auch eine eigene "Dachmarke" kreieren. Die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens sei jedoch nicht geplant, hieß es weiter. Auch finanzielle Verflechtungen einzelner Partner kämen derzeit nicht in Betracht. (gh/mb)