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24.07.1992

Mobilität kein Wunder mehr

"Global computing" im "global village", so der Wunschtraum der Marketiers im Kleinstcomputergeschäft. Was vor Jahren als immerhin einleuchtende Vision aus den Denklabors der Kommunikationsforscher in die Vorstellungen schlichter Medienkonsumenten Eingang fand, ist heute in der Tat greifbare Realität. Wie das Transistorradio die Buschtrommel abgelöst hat, so demnächst der Portable das Büro. Wirklich?

An den Komponenten zur Realisierung derartiger Wünsche man gelt es nicht mehr. Wegbereiter sind in erster Linie diejenigen, die sich für klare Schnittstellendefinitionen einsetzen. Will man jedoch die Vielfalt der Geräte- und Kommunikationsformen nicht einschränken, so bedeutet das immer mehr Schnittstellen und noch modularere Hard- und Software, die sich dem Bedarf und dem User geradezu anschmiegen soll. Und genau an dieser Stelle, der Mensch-Maschine Schnittstelle nämlich, da hapert es noch.

"Tastatur out, Stylus in?" So einfach geht es nicht. Handschriftenerkennung ist nach wie vor ein weites Feld, und künstliche Intelligenz im Portablen hilft da auch noch nicht weiter. Wenn Kreuze, Haken und "Checkmarks" einwandfrei verstanden werden, dann ist das doch wirklich noch keine großartige Erfolgsmeldung.

Apropos Buschtrommel: Die brauchte keine Stromversorgung; für Notebooks, so die Meldungen von der Akku-Front, sind inzwischen immerhin Laufzeiten von acht Stunden absehbar (Seite 25 und 29). Für die Powerzwerge geht mit derartigen Aussichten das Energieversorgungsproblem gegen null - es sei denn, der User sitzt wirklich im Busch.

Und nun zu realisierbaren Visionen: Auf täglich bis zu 10 000 Änderungen in der Datenbank bringt es der "globale Anwender" Audatex. Mitarbeiter und Kunden im weltweiten Einzugsgebiet des Kfz-Zulieferers tragen ihren Arbeitsplatz demnächst bei sich. Sie starten dann ihre Datenbankabfragen per Pen-Computer. Die Sache könnte funktionieren (Seite 26).

Last, but not least: Als "strategischer Tausendsassa" gefällt die mobile Informationstechnik inzwischen nicht nur den Visionären (Seite 28). Zahlreiche Großunternehmen starten Pilotprojekte mit dem ältesten Ziel aller derartiger Projekte: Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit. Kein Wunder in einer mobilen Gesellschaft.