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Fashionmall.com will Boo.com wieder aufleben lassen

Modehaus wird zum Modeportal

08.09.2000
Nach dem spektakulären Zusammenbruch des Online-Modehauses Boo.com wurden die Überreste unter der britischen Bright Station Plc. und dem Modeportal Fashionmall.com aufgeteilt. Ben Narasin, President und CEO von Fashionmall, will Boo wieder zum Leben erwecken.

CW: Bright Station Ltd. hat die Technik von Boo gekauft, was ist für Sie übrig geblieben?

Narasin: Der ganze Rest, insbesondere der Domain-Name. Wir sind begeistert, denn wir wollten Boo unbedingt haben. An der Technik hatten wir dagegen nie das geringste Interesse. Die wäre nur unnötiger Ballast. Wir wollen aber schlank bleiben. Außerdem soll Boo künftig nicht mehr als Händler aktiv sein. Uns ging es um die Markennamen und die URLs. Unsere Aufgabe ist es nicht, Produkte zu verschicken, sondern, unsere Kunden auf dem kürzesten Weg mit dem Lieferanten in Kontakt zu bringen. Wir sind ein Portal.

CW: Wollen Sie ein Mode-Einkaufszentrum unter dem Boo-Logo aufbauen?

Narasin: Das war unser erster Gedanke, aber aus Boo lässt sich mehr machen, weit mehr.

CW: Was denn?

Narasin: Die Bezeichnung Fashionmall schränkt uns ein. Hier erwartete der Surfer nur Mode (Fashion) in einem Einkaufszentrum (Mall). Boo ist dagegen für alles offen. Dieser Markenname öffnet uns den Weltmarkt.

CW: Sie wollen also unter der Marke Boo.com Links zu den Sites von Online-Shops anbieten?

Narasin: Das haben wir schon immer getan. Boo soll dagegen einen direkten Link zu den Produkten bieten. Wenn wir unsere Besucher zu den Online-Shops schicken, besteht die Gefahr, dass sie dort nur zwei Prozent der angebotenen Produkte interessiert, sie sich aber in den restlichen 98 Prozent verirren, bevor es zum Kauf kommt. Das wollen wir verhindern.

CW: Welcher Fehler hat Boo.com den Garaus gemacht?

Narasin: Man muss bereit sein, schnell zu handeln und Fehler zu riskieren. Das haben uns eigene Erfahrungen gelehrt. Sich nicht von aufwändigen Projekten trennen zu können ist ein Fehler, den viele begehen.