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13.10.1995

Moderates Wachstum bei Projekt-Business und Dienstleistungen Der Software- und Servicemarkt boomt primaer im Produktgeschaeft

FRANKFURT/M. (CW) - Im naechsten Jahr wird der deutsche Software- und Servicemarkt um mehr als sieben Prozent von 35,4 (1995) auf rund 38 Milliarden Mark wachsen. Das erwartet die Diebold Deutschland GmbH, Eschborn, die vor allem einen Schub im Produktgeschaeft prognostiziert. Projekt- und Serviceumsaetze sollen eher moderat zunehmen.

"Das staerkste Wachstum findet im Produktgeschaeft statt, nicht bei den Services", ueberraschte Chefberater Fritz Jagoda seine Zuhoerer auf dem diesjaehrigen Diebold-Softwareforum in Frankfurt. Das Outsourcing-Geschaeft beispielsweise werde seit einigen Jahren zwar durchaus erfolgreich betrieben, doch "es ist nicht so, als ob es andere Bereiche ueberholt haette". Wachstum gebe es in diesem Business vorzugsweise bei mittelgrossen Unternehmen sowie im Geschaeftsfeld der Benutzerservices.

Von Stagnation sei das Geschaeft mit RZ-Services gekennzeichnet, wenngleich Anbieter mit neuen Leistungen - beispielsweise dem Angebot "SAP aus der Steckdose" - das Blatt wenden wollten. Schlimmer noch sieht es im IT-Schulungsmarkt aus, der durch Preisverfall und einen harten Wettbewerb seitens der Freiberufler gekennzeichnet sei. Dagegen gehe es der Beratungsbranche recht gut; sie profitiere von der starken Nachfrage im Bereich Geschaeftsprozessoptimierung.

Jagoda prophezeit den Dienstleistern einen Geschaeftszuwachs von rund vier Prozent (inklusive Hardwarewartung). Um stolze zehn Prozent duerften dagegen die Produktanbieter zulegen - allerdings profitieren vor allem die grossen Haeuser, waehrend immer mehr kleine und mittlere Anbieter aus dem Markt gedraengt werden.

Zu den Produkten mit guten Aussichten gehoeren nach Ausfuehrungen des Diebold-Consultants Anwendungssoftware sowie Tools und Datenbanksysteme. Insbesondere im Workflow-Sektor wuerden hoechste Wachstumsraten erzielt.

Um rund sechs Prozent waechst das Projektgeschaeft, das durch Geschaeftstrends wie Business Re-Engineering oder die Einfuehrung von Standardsoftware vorangetrieben wird. Perspektiven gibt es hier vor allem fuer Loesungsanbieter aus den Bereichen Systemintegration und Applikations-Management. So entwickelt sich die Wartung von Altanwendungen, teilweise verbunden mit einer Uebernahme von Mitarbeitern, zu einem florierenden Geschaeftsfeld. Ruecklaeufig ist dagegen das Bodyleasing-Geschaeft. Anbietern in diesem Segment empfiehlt Diebold, Spezialwissen aufzubauen und in Nischenmaerkte auszuweichen.

Nach Ausfuehrungen Jagodas sind es vor allem die Finanzdienstleister und Industrieunternehmen, die weiterhin kraeftig in Software und Services investieren werden. Ueberdurchschnittliche Wachstumsraten wuerden ferner in den Bereichen Telekommunikation und Verkehr erzielt. Nicht ganz so gross ist das Interesse im Bereich der oeffentlichen Verwaltung sowie im Handel und der diskreten Fertigung.