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28.05.2008

Moderieren mit Europas größtem Touchscreen

Die Universität Bochum hat ein modernes Moderationslabor eingeweiht.

Wie in einem Science-Fiction-Film fühlen sich am Institut für Arbeitswissenschaft (IAW) der Ruhr-Universität Bochum (RUB) die Teilnehmer von Schulungen, Weiterbildungen und Besprechungen: Das IAW hat nach vierjähriger Entwicklungs- und Aufbauzeit ein modernes Moderationslabor (Mod-Lab) mit einer knapp fünf mal anderthalb Meter großen Rückprojektionsfläche in Betrieb genommen. Das ist ein riesiger Touchscreen, der eine nahtlose Interaktion verschiedener Teilnehmer auf derselben Fläche ermöglicht, zum Beispiel um gemeinsam neue Ideen, Dienstleistungen oder Produkte zu entwickeln. Die interaktive Projektionswand des Mod-Labs ist nach Angaben des IAW die größte in Europa und die drittgrößte weltweit.

Kreide war gestern: Arbeiten mit digitaler Tinte

Schiefer und Kreide sind vergessen, digitale Tinte ist im Kommen. An der Ruhr-Universität ist dieser Wechsel mit dem Mod-Lab bereits vollzogen. Das neue Labor, das Thomas Herrmann, Professor am Lehrstuhl für Informations- und Technik-Management, mit seinem Team aufgebaut hat, geht über interaktive Tafeln, so genannte Whiteboards, hinaus. Ein Whiteboard ist eine Kombination aus Tafel und Overhead-Projektor. Per Front- oder Rückprojektion wird der Desktop-Bildschirm abgebildet. Die berührungssensitive Oberfläche erlaubt es, den Finger als Maus und Stift zu benutzen, die Kontakte werden in Maus-Klicks und digitale Tinte umgewandelt.

Interaktive Leinwand erleichtert Besprechungen

Im Moderationslabor besteht die interaktive Wand aus drei solchen Whiteboards, die nahtlos miteinander verbunden sind. Damit ist das Mod-Lab die drittgrößte Installation dieser Art auf der Welt, nur in Toronto und Vancouver gibt es noch größere. Die Vorteile gegenüber Tafel und Overhead-Projektor zeigen sich zum Beispiel in einer Mathematikvorlesung: Hier kann der Dozent direkt in die Präsentation eingreifen und in der Rechnung Änderungen oder Erläuterungen vornehmen. Das Ganze funktioniert dank digitaler Tinte in verschiedenen Farben. Die Erläuterungen können in der jeweiligen Folie gespeichert werden und sind so für spätere Nachfragen verfügbar. Per Scroll-Bewegung geht die Präsentation dann zur nächsten Folie über. Steuerbar ist das Ganze per Hand, Tastatur oder Maus.

Die Einsatzmöglichkeiten des Mod-Labs sind vielfältig, und so will das IAW das Labor auch nutzen. In Weiterbildungen und Schulungen, bei Besprechungen und Workshops kann die interaktive Riesenleinwand zum Beispiel helfen, Ereignisse und Projekte zu planen, gemeinsam Entscheidungen zu treffen oder neue Produkte und Dienstleistungen zu entwerfen. (hk)