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26.05.1995

Modifiziertes Lizenzverfahren

Microsoft senkt Einstiegs-Level fuer Grosskundenprogramm Select MUENCHEN (CW/IDG) - Ab 1. Juni 1995 wird Microsoft die neue Version 3.0 des weltweit geltenden Lizenzverfahrens "Select" fuer Grosskunden anbieten. Neben Erleichterungen, etwa fuer den Beitritt zu diesem Programm, will man die Zuegel in Sachen Concurrent Licenses, also der Mehrfachnutzung einer Lizenz, anziehen. Als wesentliche Neuerung im Select-Programm gilt, dass der Einstieg in die A-Variante zwar nach wie vor bei 2000 Vollprodukt-Lizenzen liegt, kuenftig aber Updates und die sogenannte Maintenance in diesen Mindestumfang mit einbezogen werden. Ausserdem gelten unterschiedliche Wertigkeiten, je nachdem, ob es sich um einzelne Programme oder komplette Softwarepakete handelt: Eine Office- Loesung repraesentiert beispielsweise mehr Produkteinheiten als der Kauf von Winword. Erleichterungen gibt es auch fuer lokale Niederlassungen eines Konzerns, die nun mit einem Minimum von 500 Lizenzen dem Select-Programm beitreten koennen, ohne dass der Rahmenvertrag des Gesamtunternehmens tangiert wird. Nachteile muessen mit Inkrafttreten von Select 3.0 vor allem Concurrent-User hinnehmen. Besonders US-Firmen oder weltweit operierende Unternehmen, die Lizenzen ueber verschiedene Zeitzonen hinweg verwenden wollen, sind davon betroffen. Sie werden von Microsoft zusaetzlich zur Kasse gebeten. Kuenftig geniessen nur noch die Besitzer der Select-Option "Maintenance Plus" das Recht der Mehr-fachnutzung einer Lizenz. Das "Plus" kostet 400 Dollar pro Lizenz statt der 200 Dollar fuer die einfache Maintenance- Erweiterung, mit der man beispielsweise ueber einen Zeitraum von zwei Jahren kostenlose Upgrades im Office-Paket beziehen kann. Chris Germann, Analyst bei der Gartner Group, sieht in dieser Regelung fuer das Gros der Unternehmen keinen Nachteil. Die meisten multinational taetigen Konzerne decken erfahrungsgemaess den Lizenzbedarf am Front-end zu 100 Prozent ab. Lediglich zehn Prozent der Select-Kunden wuerden nach seiner Einschaetzung das Concurrent Licensing in Anspruch nehmen. Von denen haben sich allerdings einige Grosskunden, darunter eine landesweit vertretene US-Bank, aufgrund der absehbaren Zusatzkosten bereits beschwert. AU Ueberhorst, Stefan