Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

25.04.1980 - 

NCC-Studie über Mikrocomputersoftware:

Modulare importable Programme

MANCHESTER (to) - "Die Dinge werden seltsamer und seltsamer, je mehr man sie betrachtet." Dieses Zitat aus Alice im Wunderland stellte die englische Fachzeitschrift "Mcroprocessing" an den Anfang eines Berichtes zweier Mitarbeiter des National Computing Centre (NCC) über neueste Forschungsergebnisse im Bereich der Mikro-Software.

Die Studien, die unter der Leitung von Lyndon Morgan vom Mikroprozessor-Entwicklungsteam der NCC durchgeführt wurden, ergaben, daß auf dem Mikrocomputersektor typischerweise Hardund Software als fertige Lösungen zusammen verkauft werden; meistens dekken diese Angebote einen ganzen Arbeitsbereich modular ab. Seltener wird nur eine einzige Aufgabe von der Software erfüllt. Eine Software ist normalerweise systemspezifisch ausgerichtet; es gibt kaum solche, die auch auf anderer

Hardware lauffähig ist. Die etwa 600 auf dem Markt befindlichen Pakete decken etwa 80 verschiedene Applikationen auf 45 unterschiedlichen Mikrocomputertypen ab.

Das Innenleben der Systeme gleicht sich sehr, fanden die Untersucher heraus: Alle bestehen aus vier Basiskomponenten, dem Mikroprozessor - meist ein Zilog Z80 oder Intel 8080 - mit 32 bis 48 K RAM, zwei Diskettenlaufwerken als Zusatzspeicher mit 256 oder 512 K, einem langsamen bis mittelschnellen Drucker und einem entweder integrierten oder freistehenden Bildschirm. Für diese Hardware werden Preise zwischen 5000 oder 7500 Pfund Sterling berechnet.

Die Software ist meist auf Arbeiten wie Buchhaltung, Auftragsabwicklung, Adressieren, Etikettieren oder Lohn- und Gehaltsabrechnung ausgerichtet. Die Preise für die einzelnen Programmbausteine liegen zwischen 500 und 1000 Pfund, können jedoch bis zu 3000 Pfund erreichen. Schwieriger, so ergab die englische Untersuchung, liegen die Verhältnisse beim Wartungsaufwand. Wahrend für die Hardware etwa ein Elftel des Kaufpreises pro Jahr gerechnet werden muß, schwanken die Angaben bei der Software zwischen fünf und zwanzig Prozent.

Das heißt für den Anwender, der eine fertige Problemlösung kauft und sich vorweg nicht genau über diesen Punkt informiert, daß er eine unangenehme Überraschung erleben kann.

Informationen: Lyndon Morgan, The Notional Computing Centre, Oxford Road, Manchester, Tel.: 061/2 28 63 33.