Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

01.02.2002 - 

Neuer Markt: Kurzanalyse

Mögliche Kursraketen von morgen

Die große Zahl an Neuer-Markt-Firmen ist schon seit langem nicht mehr überschaubar. Der Blick richtet sich daher vorwiegend auf die Index-Schwergewichte, die im Nemax-50 versammelt sind. Werte aus der zweiten Reihe finden dagegen kaum Beachtung. Von Wolfgang Braun*

Das Schattendasein dieser Firmen könnte jedoch aus zwei Gründen bald vorbei sein. Zum einen sind einige Werte aus der zweiten Reihe sehr günstig bewertet, während gefragte Titel wie Aixtron, Qiagen oder T-Online sehr beziehungsweise zu teuer sind. Zudem hat sich die Zahl der einstigen Börsenlieblinge stark reduziert: Kinowelt oder Brokat sind Pleite, EM.TV und Intershop haben ihren Nimbus als Highflyer längst verloren. Es gibt also einen Bedarf an neuen potenziellen Kursraketen. Hinzu kommt: Aufgrund der aktuellen Emissionsflaute wird diese Nachfrage durch entsprechend publicityträchtige IPOs nicht gedeckt.

Zwei Beispiele: Aussichtsreich ist etwa die Aktie von Atoss. Das Unternehmen bietet Software an, die eine effizientere Organisation von Arbeitsabläufen durch besseres Personal-Management ermöglicht und damit die Produktivität steigert. Das seit 14 Jahren bewährte Geschäftsmodell bekommen die Anleger praktisch geschenkt. In den Kassen schlummern Cash-Reserven von 7,50 (aktueller Kurs: 8,20) Euro je Aktie. Mit steigender Tendenz: Im laufenden Jahr soll trotz Konjunkturkrise ein positiver Cash-Flow erwirtschaftet werden.

Zu wenig Beachtung findet auch die Aktie von CDV Software. Der Hersteller von Computerspielen ist in den ersten neun Monaten kräftig gewachsen und hatte das für 2001 angestrebte Umsatzziel bereits Ende September nahezu erreicht. Mit acht neuen Projekten und dem Einstieg ins Online-Gaming soll der Umsatz in 2002 auf 35 Millionen Euro mehr als verdoppelt werden und ein Nettoerlös von zehn Prozent in den Büchern stehen. Zudem schlummern aus dem Börsengang noch elf Millionen Euro - rund ein Drittel des gesamten Börsenwerts - in den Kassen. (gh)

*Wolfgang Braun ist Analyst der Stock-World Media AG, Leverkusen.