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12.11.1999 - 

Gast-Kommentar

Mogelpackungen unerwünscht

Günther Rouenhoff, Senior Application Consultant, Marcam Solutions, Neuss

Auf der Systems wurde es den Anwendern wieder klar vor Augen geführt: Auf dem ERP-Markt herrscht drangvolle Enge. Um Wettbewerbsvorteile zu erkämpfen, geben mehr und mehr Anbieter ihrem Produkt eine branchenspezifische Ausrichtung. Das Ergebnis bleibt häufig enttäuschend. Schwierig wird es, wenn die Anwender individuelle Ansprüche an die Software stellen und ihre bisherigen Systeme weiterbetreiben wollen. Dann heißt es oft anpassen, anpassen, anpassen. Was hilft da die schönste sogenannte Branchenlösung? Laut einer Umfrage der Karlsruher Orga GmbH halten zwei Drittel der Anwender derzeit angebotene Branchenlösungen sowieso für Mogelpackungen. Besser, ein Anbieter stellt sich gleich auf eine ihm vertraute Branche ein und stimmt sein Enterprise-Resource-Planning-(ERP-)System von vornherein auf deren Produktionsvorgänge ab. Ein objektorientiertes und komponentenbasiertes Konzept erleichtert dann die Anpassung an die Bedürfnisse des Kunden.

Konzentriert sich ein ERP-Anbieter auf eine Branche, kann er prozeßorientiert in die bislang ausgesparten Bereiche Supply-Chain-Management (SCM), Customer-Relationship-Management (CRM) und E-Commerce vordringen. Beispiel Prozeßindustrie: Individuallösungen sind hier ein Muß bei der Einbindung der Zuliefererkette in das ERP-System ebenso wie beim CRM. Über das Internet kann ein Unternehmen die gesamte Logistikkette vom ersten Zulieferer bis zum Endkunden überblicken. SCM und CRM werden DV-technisch in den Ablauf integriert. Entgegen den Klagen vieler Anwender erweist sich dann eine Branchenlösung nicht als Mogelpackung, sondern ein Anbieter als Spezialist.