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12.12.1997

Molap-Werkzeuge

Zu den Eigenschaften von Essbase gehören Multithreading-Eigenschaften und eine ODBC-Schnittstelle, die einen Zugriff auf etwa 20 relationale Datenbanksysteme gewährleistet. Eine Drill-through-Option erlaubt den Anwendern, außer auf die hochaggregierten Daten auf Detaildaten im Data-Warehouse oder in OLTP-Datenbanken zuzugreifen. Die dafür notwendigen SQL-Statements werden generiert. Insbesondere zeichnet sich Essbase durch Lese- und Schreibzugriffe im Mehrbenutzerbetrieb aus. Die Quelldaten lassen sich allerdings nur mit Programmieraufwand ändern.

Arbor Software bietet keine eigenen Front-end-Tools an. Statt dessen verfügt Essbase über offene APIs, die unter anderem Auswertungen mit "Excel" oder "Lotus 1-2-3" ermöglichen. Auch für das Tuning stehen Tools von Drittanbietern zur Verfügung.

Oracle hat mit "Express" ein Molap-System im Programm, das als "multidimensionaler Filter" einer relationalen Datenbank vorgeschaltet werden kann, aber auch als reines Molap-System funktioniert. Die Anwendungslogik kann wie bei Essbase auf dem Server liegen, aber auch auf dem Client oder verteilt auf beiden. Dem Anwender stehen zwei Oracle-Tools für den Entwurf und den Einsatz von Olap-Anwendungen zu Verfügung: das auf dem Component Object Model (COM) von Microsoft basierende "Express Objects" und das objektorientierte Reporting- und Analysewerkzeug "Express Analyser". Darüber hinaus stellt Oracle mit "Financial Analyzer", "Sales Analyzer" und "Web Publisher" vorgefertigte Applikationen bereit.

Als "Besonderheit" nennen die Autoren der Olap-Studie die Möglichkeit, One-to-one- und One-to-many-Beziehungen zu definieren. Sie bemängeln allerdings, daß es keine aktiven, agentenbasierten Warnfunktionen gibt und Express weder Funktionen für ein "Ultra-fast"-Laden zu Verfügung stellt noch eine Unterstützung für den Extraktions- und Transformationsprozeß bietet, bei dem die Daten von den operativen Systemen in das Abfragesystem geschaufelt werden.

Als Kernstück der von Pilota "Decision Support Suite" gilt der "Analysis Server". Die Berechnungslast liegt in der Regel auf dem Server, während auf dem Client lediglich Kalkulationen mit ausgewählten Daten erfolgen. Doch ist auch ein Stand-alone-Betrieb auf dem Desktop möglich. Ob Aggregate im voraus oder bei unmittelbarem Bedarf berechnet werden sollen, kann der Administrator bestimmen. Die Drill-through-Option steht für Oracle 7 und den SQL Server von Microsoft zur Verfügung. Der Hersteller bietet eine eigene objektbasierte Entwicklungsumgebung und eine Bibliothek mit Vertriebs- und Marketing-Funktionen an, jedoch keine für ein Performance-Tuning.

Die stärksten Restriktionen sind dem Pilot-Tool vom Datenvolumen her auferlegt. Derzeit bewältigt die multidimensionale Datenbank rund 32 GB. Innerhalb einer Hierarchie lassen sich nicht mehr als 20 Stufen definieren. Greift ein Benutzer schreibend auf die Datenbank zu, ist sie für die restlichen Benutzer gesperrt.

"Holos" von Seagate Software kommt von allen Molap-Produkten einem hybriden System am nächsten. Der Durchgriff von der multidimensionalen Datenbank auf eine relationale geschieht nahezu transparent. Der Hersteller erreicht eine Trennung der logischen Olap-Sicht von der physischen Implementierung. Zu den Datenhaltungsmöglichkeiten zählen verschiedene RAM-, Disk- oder datenbankbasierte Speichereinheiten. Im Gegensatz zu reinen Rolap-Lösungen erlaubt Holos einen schreibenden Zugriff auf die Daten. Ein Holos-Modell entspricht einer Sammlung von Strukturen, Regeln und Hierarchien. Zu den vielfältigen Systemkomponenten gehört auch ein Data-Mining-Set sowie eine Holos-4GL.