Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

14.11.2003 - 

Microsofts System-Management-Strategie

MOM 2004 wird auf Web-Services getrimmt

MÜNCHEN (IDG) - Mit der zunehmenden Verbreitung des Web-Services-Konzepts wächst der Bedarf an geeigneten Tools, um sie zu verwalten. Microsoft will der Herausforderung mit Produkten wie "System Center" oder "Microsoft Operations Manager (MOM) 2004" begegnen, die im nächsten Jahr erscheinen sollen.

Der Hersteller arbeitet derzeit an einer ganzen Reihe von Produkten, die alle auf den Bereich System-Management zielen. Dazu gehört etwa der "System Management Server (SMS) 2003", dessen Auslieferung noch in diesem Jahr erfolgen soll. Das Softwareverwaltungs-Tool, dessen Erscheinen eigentlich bereits letztes Jahr vorgesehen war, wartet nun unter anderem im Hinblick auf das Change- und Konfigurations-Management mit Neuerungen auf. Zu den weiteren Verbesserungen zählen Schwachstellen-Analysen und -Reports sowie Funktionen für das Überwachen und Verteilen von Software-Patches. Der Preis für die Server-Software und zehn Client-Lizenzen beträgt rund 1200 Dollar.

Microsoft plant, SMS 2003 ebenso wie MOM 2004 zu einem späteren Zeitpunkt in das im letzten Frühjahr angekündigte und als "neue Enterprise-Management-Lösung" positionierte System Center zu integrieren. MOM 2004 ist darauf ausgelegt, Ereignisse sowie die Leistung in Windows-Umgebungen zu überwachen. Administratoren sollen in der Lage sein, sich mit Hilfe einer Reihe von "Health Checks" einen Überblick darüber zu verschaffen, ob alle Komponenten und Services einzelner Server vorhanden und betriebsbereit sind.

Infrastruktur unter Kontrolle

Mit Hilfe einer neuen topologischen Ansicht der Infrastruktur zeigt MOM den Status sämtlicher Server und Services auch grafisch an. Laut Microsoft berücksichtigt diese Darstellung auch die Wechselwirkungen zwischen Rechnergruppen oder Rechnern und dient zum Aufspüren und Beseitigen von Problemen.

Eigens für das Verwalten von Web-Services wird Microsoft dem Tool ein ohne Aufpreis erhältliches "Management Pack" beilegen. Weitere solche Packs sind geplant, die jeweils auf spezifische Elemente des Web-Services-Stacks ausgerichtet sind. Dazu gehören etwa das UDDI-Protokoll oder das .NET-Framework. Im Lieferumfang von MOM 2004 enthalten sind nach Angaben von Microsoft eine ganze Reihe von Management Packs, unter anderem für "Windows Server 2003", "Internet Information Services" (ISS) oder "SQL Server". Dritthersteller werden mit Hilfe des Software Development Kits (SDK) von MOM 2004 in der Lage sein, eigene applikationsspezifische Management Packs zu erstellen.

Mit der allgemeinen Verfügbarkeit von MOM ist Mitte nächsten Jahres zu rechnen. Bereits jetzt hat Microsoft im Rahmen der "Professional Developers Conference (PDC) 2003" in Los Angeles das "MOM 2000 Connector Framework (MCF)" vorgestellt. Auf Basis von Web-Services bietet MCF Schnittstellen, um MOM mit Management-Software von Drittherstellern wie Hewlett-Packard oder Computer Associates zu verbinden.

Mit dem Erscheinen von System Center 1.0 will Microsoft unter anderem ein zentrales Data-Warehouse sowie eine Reporting-Engine für SMS und MOM bereitstellen. Damit ist jedoch frühestens Mitte nächsten Jahres zu rechnen, nach dem Erscheinen von MOM 2004. In späteren Versionen von System Center sollen MOM und SMS zusammengeführt werden, um Anwendern eine integrierte Lösung für die umfassende Verwaltung von Arbeitsplatzrechnern, Laptops, PDAs, Servern und Anwendungen in verteilten Umgebungen zu bieten.

Warten auf System Center

Alle diese Aktivitäten laufen innerhalb des von Microsoft als Dynamic Systems Initiative (DSI) getauften Konzepts. Damit soll "System-Management in Web-Services gebacken" werden, wie es dazu auf den Web-Seiten des Herstellers heißt. Als Fundament einer sich selbst verwaltenden Windows-Umgebung ermögliche DSI es beispielsweise Anwendungen, dem Netzwerk mittels XML-basierender Techniken mitzuteilen, welche Ressourcen sie benötigen. Microsoft entwickelt diese Verfahren unter der Bezeichnung System Definition Model (SDM). (ave)