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07.10.1988

Money, money, money!

Keine Frage: Der TPM-Markt wächst und gedeiht, und folglich muß auch Monopolist IBM um gutes Geld aus Wartungseinnahmen fürchten. Was liegt da näher, als die Konkurrenz mit Monopolisten-Waffen zu schlagen.

Seit April letzten Jahres bietet Big Blue keinen gesonderten Software-Wartungsvertrag

mehr an. Software-Service-Leistungen, die nicht durch die Lizenz abgedeckt sind oder unter die Rubrik "Besondere Dienstleistungen" fallen, wurden kurzerhand dem Hardware-Wartungs-Paket zugeschlagen ohne Aufpreis. Zumindest die MVS-Kunden brauchten sich damit fortan um aktuelle Programmkorrekturen (PTF) nicht mehr zu kümmern. Mehr Leistung zum gleichen Preis, so die Devise.

Dieser Gesamt-Service soll künftig auch anderen Betriebssystem-Kunden zur Verfügung stehen, lautet eine inoffizielle Ankündigung. Wer allerdings keinen Hardware-Vertrag hat, muß für seine PTFs gesondert in die Tasche greifen. Mit diesem Wartungs-Schachzug hat Big Blue der TPM-Branche ein böses Schnippchen geschlagen. Denn die Folge kann sein, daß die Anwender das vermeintlich günstigere Angebot des Marktführers annehmen werden. Doch das wird sich als Bumerang erweisen. Sind die TPM-Unternehmen erst einmal vom Markt gedrängt (was möglicherweise auch passieren wird, da sie kaum eine reelle Chance haben, angemessen zu reagieren), wird Big Blue umgehend an der Preisschraube drehen. Schließlich fielen in der Vergangenheit (Ertrags-)Schatten auf die IBM-Bilanz. Da muß frisches Geld her.