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21.03.2003

Monitoring und Testing aus einer Hand

Karsten Ludolph Chef von Mercury Interactive Zentraleuropa

Sowohl Tools aus dem Bereich Testing/Konfigurations-Management als auch Lösungen für Tuning und Monitoring müssen immer höheren Anforderungen gerecht werden, da sich die IT-Infrastruktur seit dem Mainframe-Zeitalter stark verändert hat: "In verteilten Systemen wie Web-Anwendungen und Client-Server-Umgebungen, die ständigen Veränderungen durch neue Komponenten unterworfen sind, dient die Systemlandschaft heute Zwecken, für die sie ursprünglich gar nicht vorgesehen war ", so Gartner-Analyst Jim Duggan. Damit sei die getrennte Betrachtung von Tools für Entwicklung, Produktion und Betrieb überholt - die IT-Optimierung müsse den gesamten Lebenszyklus der jeweiligen Komponente erfassen.

Von einem Zusammenwachsen der beiden Marktsegmente Testing und Monitoring zu sprechen, hält Duggan zwar für übertrieben. Eine Interaktion der verschiedenen Tools sei jedoch sinnvoll, um den Geschäftsnutzen der IT möglichst genau messen und analysieren zu können und die jeweiligen Ergebnisse an die Geschäftsprozesse des Unternehmens anpassen zu können. Durch den anhaltenden konjunkturellen Abwärtstrend habe die Realität die Technologie eingeholt: "Früher hat es keinen interessiert, ob ein System sein volles Potenzial ausnutzte, oder ob ein neuer Server wirklich notwendig war", so Duggan. "Das ist inzwischen anders."

Lösungen aus beiden Bereichen bieten derzeit nur IBM, Mercury Interactive und Compuware an. Vor allem IBM und Mercury Interactive setzen dabei verstärkt auf die Kooperation von Monitoring/PAM und Testing/Tuning. Mit den Überwachungs-Tools von Tivoli und der Übernahme des Entwicklungswerkzeuge- und Testing-Anbieters Rational scheint Big Blue hierfür bestens positioniert. Zudem können die Armonker ihre Softwarelösungen und die entsprechenden Dienstleistungen aus einer Hand anbieten, während sich Mercury Interactive als reiner Softwareanbieter versteht und im Servicebereich auf Partner angewiesen ist.

Mit seiner im Herbst letzten Jahres vorgestellten Suite "Optane", die aus aufeinander abgestimmten Tools für Testing, Tuning und Monitoring besteht, sieht sich das kalifornische Unternehmen jedoch bestens gewappnet, um Anwendungen und Geschäftsprozesse über den gesamten Lebenszyklus hinweg zu messen und zu optimieren. Vor allem im deutschen Markt rechnet sich Karsten Ludolph, Geschäftsführer Zentraleuropa von Mercury Interactive, gute Chancen aus, da Optane "gewissermaßen ein Counterprodukt" zum Outsourcing darstelle. "Mit unserer Business-Technology-Optimization-(BTO-)Lösung können Firmen ihre IT- und Personalkosten in den Bereichen Hardware, Troubleshooting, Helpdesk, Operating und Management um zehn bis 20 Prozent senken - ohne die IT nach draußen zu geben." Hierzulande, wo Outsourcing nach wie vor auf Vorbehalte stoße, sei das ein wichtiges Argument. Gleichzeitig eröffne sich für die IT-Dienstleister ein völlig neues Marktsegment: "In zwölf Monaten werden Firmen wie EDS, IBM Global Services, CSC oder Accenture IT-Optimierung anbieten, weil die Kunden es verlangen", prophezeit der Firmenchef.