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12.07.2007 - 

Kolumne

Monopolsteuer Software Assurance

Anwendern treibt es die Zornesröte ins Gesicht und Microsoft-Verantwortlichen vermutlich den Angstschweiß auf die Stirn. Über das im Jahr 2001 als Teil von Licence 6.0 eingeführte und inzwischen mehrfach angereicherte Abomodell Software Assurance für Microsoft-Produkte ärgern sich viele Anwender offenbar schwarz (siehe Seite 1). Stein des Anstoßes ist die Kosten-Nutzen-Relation des Programms. Einer Forrester-Befragung zufolge wollen etliche Kunden das auch als Update-Schutz bezeichnete Programm nicht verlängern. Ihnen scheint es günstiger, alle vier oder fünf Jahre den vollen Lizenzpreis zu entrichten als vier Jahre lang 25 Prozent des für Server-Produkte verlangten Lizenzpreises beziehungsweise 29 Prozent des Preises für Desktop-Produkte zu zahlen und dabei nicht sicher zu sein, ob in den Vertragszeitraum ein wichtiges neues Release fällt.

Zwar basiert die Forrester-Umfrage nur auf 63 Kunden, aber der Ärger dürfte symptomatisch sein, zumal die Software Assurance seit ihrer Einführung umstritten ist. Anwender und Analysten stellten immer wieder die Frage, ob Microsoft die Anwender mit dem Modell über den Tisch zieht. Schließlich lohnt es sich nur, wenn das Unternehmen innerhalb von drei Jahren neue Produkte auf den Markt bringt. Dann hat der Anwender gegenüber dem normalen Lizenzvertrag 25 beziehungsweise 13 Prozent gespart. Im vierten Jahr ist das Serverprogramm kostenneutral, bei Desktops zahlt man schon 16 Prozent drauf. Für Anwender ist das kein guter Deal. Zumal die Abstände zwischen wichtigen Releases bei Microsoft länger waren - von Windows XP zu Vista beispielsweise fünf Jahre. Und selbst wenn ein Major-Update in die Dreijahresfrist fallen würde, stellt sich die Frage, ob das Anwenderunternehmen zu diesem Zeitpunkt überhaupt das Release wechseln will. Schließlich ist damit je nach Unternehmensgröße - ein enormer Aufwand verbunden, der oft keinen Produktivitätszuwachs bringt.

Weil Software Assurance inzwischen einen erheblichen Anteil am Microsoft-Umsatz hat, werden die Redmonder nicht tatenlos zusehen, wie die Kunden das Programm aufkündigen. Sie werden es anreichern und versuchen, es unersetzlich zu machen. So kann beispielsweise Windows Vista Enterprise schon jetzt nur noch über Software Assurance und nicht mehr in Einzellizenz bezogen werden. Und wenn mit anderen wichtigen Produkten ebenso verfahren wird, dann zahlt der Anwender drauf. Vor allem dann, wenn die Releasewechsel weiter im jetzigen eher langwelligen Rhythmus vollzogen werden. Irgendwie klingt das nach Monopolsteuer und nicht nach Abomodell bei dem spart man nämlich gegenüber dem Einzelkauf etwas ein.

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Diese Kolumne finden Sie auch im Blog der computerwoche unter blog.computerwoche.de. Dort können Sie Ihre Meinung äußern und sofort veröffentlichen. Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!