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26.08.1988 - 

Management und Produktspektrum erweitert:

Morino hat deutschen Markt im Visier

FRANKFURT (qua) - "In den nächsten Jahren werden nur die Unternehmen überleben, die die Information als vierten Produktionsfaktor erkannt haben," prophezeit Klaus Amann, Geschäftsführer der Frankfurter Morino Associates GmbH. Diese Unternehmen sieht Amann denn auch als Zielgruppe für das System MICS.

Als Computer Associates (CA) Mitte des vergangenen Jahres den Konkurrenten Uccel schluckte (vergleiche CW Nr.24 vom 12. Juni 1987: "CA nimmt Erzrivalen Uccel unter die Fittiche"), profitierte Mario Morino, President der in Vienna/Virginia ansässigen Morino Associates Inc., auf seine Weise von dem Deal: Laut Amann engagierte Morino nahezu das gesamte Top-Management des aufgekauften Softwarehauses und verbreiterte damit die Führungsebene seines Unternehmens.

Im April dieses Jahres stieß denn auch Klaus Amann, Ex-Geschäftsführer der deutschen Uccel-Niederlassung und ehedem Vice President bei CA, zu Morino Associates. Wie in der Branche gemunkelt wird, ist die kürzlich erfolgte Verlegung der Deutschland-Zentrale von Düsseldorf nach Frankfurt nicht zuletzt auf Amanns Wunsch zurückzuführen, Wohn- und Geschäftssitz am Main zu halten.

Eine naheliegende Frage: Ob denn auszuschließen sei, daß auch die Selbständigkeit von Morino dem Akquisitionshunger von Computer Associates zum Opfer fallen könne. Amann: "Ich habe mir persönlich von Mario Morino die Versicherung eingeholt, daß er niemals an CA verkaufen wird." Zudem sei Computer Associates wohl nur an größeren Brocken interessiert. Morino Associates erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 33 Millionen Dollar.

Zuwachs bekam jetzt auch die Produktfamilie MICS; damit integriert wurden die bei der Business Software Technology Inc. (BST) in Westborough/Massachusetts entwickelten Change-Control-Systeme Endevor C1 und Endevor DB2. Morino Associates besitzt neben zehn Prozent der BST-Anteile auch die weltweiten exklusiven Vertriebsrechte an den Produkten des Unternehmens. Die Endevor-Systeme sollen bei Änderungen des ausführbaren Code die Übereinstimmung mit dem Source-Code sicherstellen.

Darüber hinaus gab Morino die Freigabe des Bestandsverwaltungssystems Inventory and Assets Management (I/S IAM) bekannt. Das Produkt ist dafür ausgelegt, den Bestand an RZ-Ausrüstung und -Software zu verwalten und eine Kostenkontrolle zu ermöglichen. Laut Hersteller kann das System mit MICS gekoppelt werden.