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24.07.1981 - 

Lehrmethode für EDV-Erstlinge:

Motivieren durch rechtzeitiges Informieren

Neue EDV-Konzeptionen beinhalten In immer höherem Maße den Einsatz von Dialogsystemen für EDV-Erstlinge. Daß diesen Mitarbeitern Computerleistung unmittelbar an den Arbeitsplatz gebracht wird, ist ein vordergründiger Effekt, der häufig verdeckt, daß diese Arbeitsplätze dadurch grundlegend umstrukturiert werden. Die Folge kann sein, daß die Mitarbeiter "betroffen" im doppelten Sinn des Wortes sind und dem neuen Instrument von Anfang an reserviert gegenüberstehen.

Zu dieser Situation muß es gar nicht erst kommen, wenn frühzeitig genug informiert wird. Frühzeitig bedeutet, daß nicht erst in der Einführungsphase eines Projektes, wenn die Datenstationen längst beschafft und installiert worden sind, damit begonnen wird, sich um Information und Ausbildung der "Betroffenen" zu kümmern. Dies muß eine entwicklungsbegleitende Tätigkeit sein, damit die Auswirkungen des zukünftigen Dialogsystems auf den eigenen Arbeitsplatz von Anfang an erkennbar werden.

Das Seminar "EDV-Einsatz am Arbeitsplatz", das in Zusammenarbeit mit Polymedia entstand, soll Vorurteile und Ängste

- vor der neuen Technik

- vor einer Abhängigkeit vom System,

- vor einer Kontrolle durch das System,

- vor eigenen Fehlern und deren Auswirkungen sowie

- Kompetenz- und Prestigeverlust abbauen, weshalb eine Betrachtungsweise gewählt wurde, die Menschen - nicht Maschinen - in den Mittelpunkt des Informationssystems stellt.

Das Lehrprogramm möchte eine veränderte Einstellung

- zum Computersystem

- zu den EDV-Fachleuten und

- zu sich selbst als Benutzer des Systems

erreichen. Es muß dem Seminarteilnehmer bewußt werden, daß nicht er vom System gesteuert wird, sondern daß er selbst den Dialog mit dem System führt.

Das Lehrprogramm ist modular aufgebaut. Es setzt sich aus vier Teilen zusammen, die entweder in logischer Folge nacheinander durchgearbeitet oder aber isoliert für definierte Zielgruppen einzusetzen sind.

Der Zeitbedarf für das Abhandeln eines Bausteins, zu dem jeweils ein audiovisueller Teil gehört, der den Stoff in Form von Trick- und Realszenen visualisiert, läßt sich abhängig vom Niveau der Zielgruppe zwischen einem halben und einem vollen Seminartag variieren. Die Filmteile bringen den Einstieg in eine Unterrichtsmethode, die bewußt von der Form des Frontalunterrichts abgeht und bewirkt, daß der Teilnehmer aus einer "Konsumentenhaltung" herausgelockt und zum Seminar-Mitmacher wird: Kurzreferate wechseln ab mit Gruppengesprächen, Übungen, Rollenspielen, Kartenabfragen und Diskussionen.

Meinung auf den Tisch

Das didaktische Konzept des Seminars basiert darauf, daß Meinungen Urteile und auch Vorurteile "auf den Tisch kommen" und zu keiner Zeit versucht wird, solche hinwegzudiskutieren. Eine Einstellungsänderung kann sich nach aller Erfahrung nur in einer Atomsphäre entwickeln in der man das Gefühl hat, auch persönliche Bedenken und Ängste ohne Nachteile für sich artikulieren zu dürfen. Wie die Erfahrung zeigt, gelingt es dem externen Trainer häufiger und besser eine solche Seminaratomsphäre zu schaffen, da ihm als einer neutralen Person, frei von mehr oder weniger leidigen Vorgesetzten- und Mitarbeiter-Beziehungen, Glaubwürdigkeit lieber zuerkannt wird.

Die SCS-Akademie veranstaltet das Seminar "EDV-Einsatz am Arbeitsplatz" auch als firmeninterne Seminare.

Informationen: SCS Akademie, Oehleckerring 40, 2000 Hamburg 62, Tel.: 040/53 10 32 46.

*Detlef Bührer (31) ist Diplom. Volkswirt und Dozent an der SCS-Akademie.