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14.03.1986 - 

Vorsprung von neun bis zwölf Monaten:

Motorola liefert erste MAP-Chips aus

MÜNCHEN (pi) - Muster seines neuen Token-Bus-Controllers (TBC) hat die Motorola GmbH mit Sitz in München im Februar an ausgewählte Kunden in Europa verteilt. Damit hat das Unternehmen eigenen Angaben zufolge gegenüber der Konkurrenz einen Vorsprung von neun bis zwölf Monaten im Wettlauf, Bauelemente zur Implementierung MAP-kompatibler Systeme auf den Markt zu bringen.

Der neue Chip mit der Bezeichnung MC68824 wird in VLSI-Techniken gefertigt und ist Herstellerangaben zufolge der erste Baustein für das von General Motors gepushte MAP-Netzwerk (MAP-Manufacturing Automation Protocol). Bei den Vertriebsniederlassungen und Distributoren sollen die Muster ab März erhältlich sein. Mit der Serienproduktion wollen die Münchner im April beginnen.

Bislang waren Schnittstellen für das Breitband-Netzwerk, das das Rückrad des MAP-Netzes darstellt, nur als Platinen-Subsystem erhältlich. Der TBC-Chip von Motorola implementiert die Unterebene Media-Access-Control (IEEE 802.4) des in der ISO-Norm definierten Data-Link-Layer (Sicherungsschicht). Damit wird dem Hostprozessor die Formatierung der Datenpakete und die Token-Verwaltung abgenommen.

Der TBC verfügt über vier DMA-Kanäle, mit denen ein möglichst effizienter Austausch von Datenpaketen mit dem Speicher erreicht werden soll. Laut Motorola kann der Chip auch als Busmaster fungieren und unterstützt die 32-Bit-Adressierung. Weitere Merkmale sind das 40-Byte-Fifo-Register und Datenraten von 1,5 beziehungsweise 10 Megabi pro Sekunde.

Bei dem VMEbus-Modul mit der Bezeichnung MVME372 handelt es sich um eine weitere Neuentwicklung de Münchner Herstellers. Dieses Produkt wird durch das Softwarepaket MircoMAP ergänzt, das für sämtliche sieben ISO-Ebenen konzipiert wurde. Als Produktionsbeginn für d MVME372 nannte Motorola Mitte des Jahres.

Durch Einführung zweier weitere Bausteine gegen Ende dieses Jahre hofft der Chipproduzent, seine Position im Halbleiter- und Platinenbereich bei MAP weiter auszubauen Einer dieser Bausteine soll das MAP Carrierband-Subnetz - bestehend aus dem Carrierband-Modem-Interface (CBM) MC68194 sowie der Breitband-Interface-Controller (BIC) MC68164 unterstützten.

Detaillierte technische Informationen über die Controll-Chips für de Token-Bus, die entsprechende; VME-Boards und die MicorMAP-Software will Motorola im April auf Seminaren bekanntgeben. Diese Veranstaltungen sollen in London (9. April), Paris (10. April), München (14. April) und Stockholm (16. April) stattfinden.