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31.03.2008

Motorola spaltet Handy-Sparte ab

Der US-amerikanische ITK-Konzern will sich in zwei Gesellschaften aufteilen.

Die Konzernführung von Motorola hat jetzt auf den Druck der Aktionäre reagiert: Im Jahr 2009 soll das Unternehmen in zwei unabhängige Gesellschaften, eine Handy-Sparte und einen Geschäftskundenbereich, aufgegliedert werden. Beide Gesellschaften sollen dann an der Börse notiert werden. Vor allem der Milliardär und Investor Carl Icahn hatte in letzter Zeit immer nachdrücklicher gefordert, das defizitäre Handy-Geschäft entweder zu verkaufen oder abzuspalten.

Aufgrund des schlechten Handy-Geschäfts schrieb Motorola im vergangenen Jahr rote Zahlen: Nach einem Plus von 3,67 Milliarden Dollar im Jahr 2006 verbuchte der Konzern im Geschäftsjahr 2007 einen Verlust von 49 Millionen Dollar. Dabei brach alleine der Verkauf von Mobiltelefonen um ein Drittel auf 4,8 Milliarden Dollar ein. Branchenkenner machen dafür vor allem die verfehlte Produktpolitik der Handy-Sparte verantwortlich. Nach dem Kassenschlager "Razr", der 2005 und 2006 für gute Verkaufszahlen sorgte, gelang es nicht, einen adäquaten Nachfolger zu entwickeln. Heute gilt das Produktportfolio als nicht konkurrenzfähig im Vergleich zu den Wettbewerbern.

Im Zuge der Krise ist Motorola mittlerweile auf Platz drei hinter Nokia und Samsung zurückgefallen und verliert weiterhin Marktanteile. Deshalb hofft bereits Sony Ericsson, bislang die Nummer vier im globalen Handy-Geschäft, die Amerikaner überholen zu können. Motorola-Konzernchef Greg Brown gibt sich allerdings kämpferisch. Er will den zweiten Platz hinter Nokia zurückerobern. Daran ändere auch die Aufspaltung in zwei unabhängige Gesellschaften nichts, denn der Bau von mobilen Endgeräten gehöre nach wie vor zu den Prioritäten von Motorola. Kritiker erinnern die Durchhalteparolen allerdings an das Schicksal von Siemens Mobile und die Abwicklung der Handy-Sparte nach der Abspaltung vom Mutterkonzern. (hi)