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29.10.1993

Motorola uebernimmt die Portierung NT auf dem Power-PC koennte Intels Marktmacht verringern

MUENCHEN (IDG) - Die Ironie des Schicksals will es, dass gerade der Buhmann der Branche, Microsoft, einen Schluessel zum Erfolg der Power-PC-Architektur in Haenden halten koennte.

Der Power-PC, entstanden aus der Kooperation zwischen Motorola, IBM und Apple, weckt nach Informationen der amerikanischen Fachzeitschrift "Infoworld" das Interesse von namhaften PC- Herstellern wie Dell Computer Corp., AST Research Inc. oder Hewlett-Packard Co. (HP). Voraussetzung sei allerdings, so das Blatt weiter, dass Microsofts neues Betriebssystem Windows NT problemlos damit ablaufe.

Bislang verwenden die Systemhersteller die Chips von Intel; HP verfuegt darueber hinaus mit den Precision-Architecture-Chips noch ueber einen eigenen leistungsfaehigen RISC-Prozessor.

Zwar dementieren die Hersteller momentan offiziell noch alle ernsthaften Power-PC-Plaene, bestaetigen allerdings Gespraeche mit Motorola auf "unterer Ebene". "Infoworld" zitiert eine Quelle mit der Aussage, dass die Hersteller so lange ihre Beziehungen zu Intel schuetzen wuerden, bis ein fertiger Power-PC zur Vermarktung anstehe.

Eine eventuelle Lizenzierung haenge jedoch von der erfolgreichen Portierung von NT auf die neue Architektur ab. Motorola hat diese Aufgabe uebernommen, da von den anderen beiden im Power-PC-Boot - IBM und Apple - keiner Interesse an der Kombination der neuen Hard- und Software zeigte. Schliesslich war es ein Ziel der Gemeinschaftsentwicklung, die Marktmacht der Gates-Company zu brechen und den Anwendern Betriebssysteme von unterschiedlichen Herstellern anzubieten.

Wie "Infoworld" weiter vermutet, will Apple bis zur Fertigstellung der Power-Open-Umgebung mit dem Power-PC sein System 7.x und IBM sein Workplace OS und OS/2 besser an die Kundschaft bringen. Um die Sache noch komplizierter zu machen, arbeitet IBMs Microelectronic Division, die auch den Power-PC-RISC-Prozessor produziert, an der Entwicklung einer eigenen Reinraumversion von Intels 486-Microcode, die Basis fuer den 486- und den Pentium-Chip.

Allgemein wird erwartet, dass dieser Code in den Power-PC implementiert werden soll.