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11.07.1997 - 

Joint-ventures werden fortgeführt

Motorola zieht sich aus der DRAM-Fertigung zurück

Der Ausstieg aus dem Geschäft mit DRAM-Chips wurde von einem Motorola-Sprecher eher beiläufig kommentiert. Man habe in den zurückliegenden zehn Jahren keine strategische Rolle in diesem Markt gespielt. Die US-Company hatte seit Mitte der 80er Jahre bewußt den Anteil ihres DRAM-Geschäfts am gesamten Halbleiter-Umsatz bei rund fünf Prozent eingefroren; in den vergangenen drei Jahren war diese Marge sogar auf weniger als zwei Prozent gesunken.

Begründet wird der Rückzug mit einer noch stärkeren Konzentration auf die Produktion sogenannter FSRAM-Bausteine (FSRAM = Fast Static Random Access Memories). Hier wolle man die weltweit führende Position weiter festigen und dazu die frei werdenden Gelder aus der teuren DRAM-Produktion entsprechend umleiten, heißt es bei Motorola. Die Entscheidung habe aber nichts mit der anhaltenden Schwäche des konzernweiten Halbleitergeschäfts zu tun. Zudem werde es nicht zu einem Abbau von Mitarbeitern kommen. Allerdings weist die US-Company in der Bilanz für das zweite Quartal 1997 einmalige Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 170 Millionen Dollar aus.

Bestehende Joint-ventures mit Toshiba und Siemens in der DRAM-Produktion sollen weiter Bestand haben. Ähnlich wie in Japan wird dabei in der erst im Mai 1996 mit Siemens gestarteten Halbleiterfertigung im gemeinsamen Werk "White Oak" in Richmond im Bundesstaat Virginia zunächst mit der Fertigung von 64-Bit-DRAM-Chips begonnen. Die Vermarktung dieser Bausteine obliegt dann jedoch den jeweiligen Partnern. Nach einer entsprechenden Anlaufphase sollen zusätzlich FSRAM-Chips hergestellt und von Motorola vertrieben werden.

Der Rückzug von Motorola aus dem DRAM-Geschäft kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem sich Experten zufolge erstmals ein Ende des seit Jahren anhaltenden Preisverfalls andeutet. Ohne den Technologiegiganten sind jetzt mit Texas Instruments und Micron Technologies nur noch zwei US-Anbieter mit Rang und Namen im Weltmarkt vertreten, der zuletzt ein Volumen von rund 30 Milliarden Dollar hatte.