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09.05.2006

MS-Office lernt OpenDocument

Plug-in stellt Dokument im konkurrierenden Format dar.

Gary Edwards, Programmierer im Open-Office-Umfeld und gleichzeitig Gründer der OpenDocument Foundation (ODF), kündigte das Plug-in Ende vergangener Woche bei "Groklaw" an. Die noch nicht offiziell erhältliche Software sei über ein Jahr hinweg entwickelt und abschließend ausführlich getestet worden. Sie unterstütze Microsoft Office ab Version 97 und integriere sich transparent in die Datei-Menüpunkte Öffnen, Speichern sowie Speichern unter ... . "Soweit es Endnutzer und andere Anwendungs-Add-ons angeht, stellt das Plug-in ODF-Dokumente dar, als gehörten sie nativ zu MS Office", so Edwards.

OpenDocument ist speziell im Open-Source-Umfeld und bei erklärten Microsoft-Gegnern sehr populär und hat erst kürzlich das Siegel eines ISO-Standard erhalten. Microsoft hat sich entschieden, das quelloffene Austauschformat in Office 2007 nicht zu unterstützen. Stattdessen propagiert der Softwarekonzern das hauseigene "Office Open XML" und begründet dies mit der nötigen Abwärtskompatibilität zu seinen älteren Binärformaten, deren Eigenschaften ODF nicht vollständig abbilden könne.

Hilft das Plug-in Microsoft?

Der RedMonk-Analyst Stephen O’Grady sieht das geplante Plug-in als zweischneidiges Schwert. Einerseits könne die Lösung Produkten Rückenwind verschaffen, die ODF unterstützen. Dazu gehören zum Beispiel OpenOffice. org, das darauf basierende "StarOffice" von Sun, IBMs "Work- place" oder "KOffice". Andererseits könne das Plug-in auch dazu führen, dass nun jedermann beim dominierenden Microsoft-Paket bleibe statt auf alternative Lösungen zu setzen.

Profitieren dürfte von der Entwicklung jedenfalls der US-Bundesstaat Massachusetts. Dieser hatte erst Tage zuvor öffentlich per RFI (Requst for Information) ein ODF-Plug-in für Microsoft Office gefordert. Massachusetts hatte sich dafür entschieden, ab 2007 Dokumente nur noch in offenen Formaten zu speichern. Das hatte einen derartigen Presse- und Lobby-Rummel zur Folge, dass CIO Peter Quinn Ende letzten Jahres entnervt zurücktrat. (tc)