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12.11.1999 - 

Systemhaus STS übernommen

MSH International verstärkt das System-Management

FRANKFURT/M. (CW) - Die Konsolidierung in der deutschen Systemhauslandschaft hält an. Nachdem zuletzt die Hancke & Peter AG sowie die Bechtle Holding mit Zukäufen für Schlagzeilen gesorgt hatten, meldet die MSH International Service AG, Frankfurt am Main, nun die Übernahme des Sulzbacher Systemintegrators STS Spectrum Text- und Datensysteme GmbH.

Die aus der früheren Memorex Telex GmbH entstandene MSH will mit dem Deal, so Vorstandsvorsitzender Klaus Hofmann gegenüber der CW, ihre Position im Servicegeschäft weiter ausbauen. Die auf IT-Consulting spezialisierte STS beschäftigt rund 250 Mitarbeiter und erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr 1998/99 einen Umsatz von über 150 Millionen Mark. Schwerpunkt des in Sulzbach/Taunus ansässigen Systemhauses ist der Bereich System-Management ("CA-Unicenter"), die Konfiguration invidueller Netzlösungen sowie die Basisberatung im R/3-Umfeld. "Wir wollten nicht Umsatz, sondern Know-how und auf Service geschulte Mitarbeiter kaufen", begründet Hofmann seine Entscheidung. MSH erzielt bis dato immer noch den größten Teil seines Umsatzes mit dem von Memorex Telex "geerbten" Verkauf von IBM-Rechnern samt Speicherkompenten, wenngleich die Bereiche Desktop-Services, Projekt-Management und Wartung sowie das Netzwerkgeschäft zuletzt steigende Tendenz aufwiesen.

Über den Kaufpreis - bezahlt wird größtenteils in MSH-Aktien - vereinbarten beide Firmen Stillschweigen. STS soll als weitgehend eigenständige Business Unit unter dem Dach der MSH Holding in Deutschland operieren. Die für das laufende Geschäftsjahr 1999/2000 (Ende: 31. März) geplanten Einahmen von rund 700 Millionen Mark können jetzt, wie Hofmann andeutete, "entsprechend nach oben korrigiert werden". Gleichzeitig peile man die ursprünglich erst für das Geschäftsjahr 2001/2002 ins Visier genommene Umsatzmilliarde schon ein Jahr früher an.

Mit dem STS-Kauf konnten die Frankfurter, die im September unter widrigen Umständen ihr Börsendebüt am Neuen Markt gegeben hatten, ihre Position als Nummer drei unter den großen deutschen Systemhäusern nach Compunet und M+S festigen. Wie schwierig der Markt derzeit ist, zeigte das ebenfalls für September angekündigte, dann aber kurzfristig verschobene Going Public von M+S. Die Margen im reinen Hardwaregeschäft werden immer dünner, alle Wettbewerber drängen mit Macht in das Dienstleistungs- und Projektgeschäft. Folge: Die Systemhauslandschaft konsolidiert sich, zuletzt dokumentiert durch Zukäufe anderer MSH-Konkurrenten wie Bechtle (SDV Informationssysteme) sowie Hancke & Peter (NCC und Ascad). Gleichzeitig rücken mit ebenfalls am Neuen Markt notierten Firmen wie ADS, Secunet, Haitec oder AC-Service verhältnismäßig kleine, zum Teil auch auf Nischenmärkte spezialisierte Dienstleister nach, die den traditionellen Systemhäusern die Ausweitung ihres Servicegeschäfts nicht leichter machen dürften.