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29.06.1979 - 

Anwenderbericht Deutsche Unilever GmbH, Hamburg:

MSI verteilt die Last auf mehrere MVS-Systeme

Das Rechenzentrum der Deutschen Unilever GmbH in Hamburg erhielt im Jahre 1976 eine zweite IBM 370-158. Die Maschine sollte, wie die bereits vorhandene, unter OS/VS2,R.1.7 (SVS) gefahren werden. Dabei ergab sich das Problem, die Last auf beide Maschinen zu verteilen. Ein völlig getrenntes Fahren der Systeme erschien unpraktikabel und unwirtschaftlich. Eine Möglichkeit, zumindest die Plattenperipherie zwischen den beiden Computern zu poolen, bot sich in IBMs "Shared DASD". Aber auch diese Möglichkeit wurde wegen der bekannten Interlock- und Performance-Probleme, die mit RESERVE/RELEASE verbunden sind, verworfen.

Ein Lichtblick ergab sich aus den Kontakten zu SEAS (Shared European Association). Eine Installation dieser Vereinigung (Universität Göteborg, Schweden) gab uns einen Ansatzpunkt für eine Lösung. Statt RESERVE/RELEASE wurde ENQ/DEQ über Kanalverbindung auf mehrere Maschinen ausgedehnt. Das Verfahren hat sich seitdem außerordentlich gut bewährt. So konnte eine Systemverfügbarkeit von rund 99,9 Prozent erreicht werden, bei einer ausgezeichneten Performance.

Bei den Überlegungen zum Übergang auf MVS ergab sich, daß die Re-Implementation unseres Verfahrens einen Aufwand von etwa acht Mannmonaten eines Top-Systemprogrammierers bedeutet hätte.

Mehr oder weniger zufällig lief uns ein Software-Package über den Weg, das sich schlicht MSI (Multiple Systems Integrity Facility)** nannte. Dieses Paket behauptete von sich, das gleiche zu leisten wie unser bewährtes System. Das Faszinierendste aber war, daß behauptet wurde, MSI ließe sich innerhalb von zehn Minuten implementieren, ohne daß ein erneutes IPL notwendig sei.

Unter diesem Aspekt erschien uns zumindest ein Test erwägenswert. Wir konnten tatsächlich in weniger als einem halben Tag MSI in unser System einbauen, und es funktionierte sofort einwandfrei. Die 24 000 Dollar, die MSI kosten sollte, erschienen uns unter diesen Umständen wenig im Vergleich zu den geschätzten acht Mannmonaten Systemprogrammierzeit, um unser altes System zu re-implementieren. Es wurde entschieden, MSI unter Höchstbelastung zu testen, denn in folgenden Punkten war unsere Skepsis nach wie vor nicht zerstreut:

- Würde die Performance von MSI unseren Ansprüchen gerecht werden?

- Würden wir die gleich hohe System- verfügbarkeit bekommen?

Wir testeten MSI eine Woche lang unter Höchstbeanspruchung. Nach dieser Woche ergab sich:

Unsere Systeme waren nicht ein einziges Mal zusammengebrochen. Ein Performance-Verlust war nicht bemerkbar.

Wir nahmen dann natürlich MSI näher unter die Lupe und waren überrascht von Genialität und Design.

Die Einfachheit und Klarheit des Approaches schien uns auch die Ursache zu sein, weshalb MSI von MFT bis MVS unter allen OS-Betriebssystemen verfügbar ist.

Unter diesen Aspekten ergab sich bei der Frage "Make or Buy" für uns nur die Antwort: MSI kaufen!

*Hans H. Hansen ist Leiter der Systemprogrammierung der Deutschen Unilever GmbH, Hamburg

**Nähere Einzelheiten Deutsche Unilever GmbH, Dammtorwall 15, 2000 Hamburg 36,

Telefon: 040/34 90 22 29. Wenden Sie sich bitte an Herrn Kaluzny.