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12.05.2000 - 

Nachwuchskräfte sollen Personalmangel mildern

Multimedia-Agenturen bilden zunehmend selbst aus

12.05.2000
DÜSSELDORF (CW) - Immer mehr Multimedia-Unternehmen bilden selbst aus und begegnen so dem Mangel an Fachpersonal. Nach Einschätzung des Deutschen Multimedia Verbands e.V. (dmmv), Düsseldorf, besteht noch Potenzial für weitere Ausbildungsplätze.

Die Vorteile einer soliden Ausbildung sprechen sich nach Beobachtung des Verbands offenbar herum: Junge Nachwuchskräfte werden gezielt für das eigene Unternehmen geschult und sind bereits nach kurzer Zeit in der Lage, verantwortungsvolle Aufgaben zu übernehmen. Nach Abschluss ihrer Ausbildung können sie übernommen oder auch während eines späteren Studiums an das Unternehmen gebunden werden.

Nach Auswertung seines aktuellen Agentur-Rankings kommt der dmmv zur Überzeugung, dass neben der Rekrutierung von Hochschulabsolventen und Teilnehmern an Weiterbildungsmaßnahmen die duale Berufsausbildung in der Multimedia-Wirtschaft mehr Beachtung finden sollte. Rund 60 Prozent der führenden 50 Agenturen machen von dieser Möglichkeit bereits Gebrauch: Bei den größten Unternehmen der Branche verdoppelte sich die Zahl der Auszubildenden innerhalb eines Jahres von 56 auf 128. Hatten die insgesamt 328 befragten Agenturen im vergangenen Jahr noch 128 Ausbildungsplätze angeboten, so sind es gegenwärtig bereits 367.

In der Hitliste der Agenturen, die sich bei der Ausbildung besonders engagieren, liegt "US Web/CKS", Düsseldorf - aufgegangen in "March First" - mit 14 Ausbildungsplätzen bei 283 festen Mitarbeitern vorn. Der Zweitplatzierte, "Mindfact Interaktive Medien", Frechen, - heute "Framfab" zugehörig - hat 86 Beschäftigte, davon zwölf Auszubildende, gefolgt von "I-D Media", Berlin, mit 294 Mitarbeitern, davon neun Auszubildende. Ebenfalls neun Auszubildende hat "Via one", Essen, bei 32 Angestellten. "F1 Marketing- und Kommunikationsberatung", Iserlohn, kommt mit 26 Mitarbeitern, einschließlich sechs Auszubildenden, auf Platz fünf.

Die neue Ausbildungsbereitschaft interpretiert der dmmv als Erkenntnis der Agenturen, dass es zwar viele Bewerber für die ausgeschriebenen Stellen gebe, sie aber nicht immer die gewünschten Profile mitbrächten. Gefragt sind Mitarbeiter mit Spezialwissen und Berufserfahrung sowie Führungskräfte.

Das Ranking zeigt indes auch, dass der Qualifikationsweg Ausbildung noch zu wenig genutzt wird: Zwei von fünf Unternehmen bilden nicht aus, auf 27 festangestellte Multimedia-Mitarbeiter kommt nur ein Auszubildender.