Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

24.02.1995

Multimedia-Server vorgestellt Concurrent will Fluggaeste mit grosser Filmauswahl begluecken

MUENCHEN (jm) - Concurrent Computer, Spezialist fuer Echtzeitsysteme, hat seine "Maxion/ IMS" (Interactive Media Server) vorgestellt. Mit diesem Rechnertyp will das Unternehmen vor allem den Multimedia-Markt im Geschaeftsbereich angehen. Gedacht ist etwa an Video-Unterhaltungssysteme in Flugzeugen, auch als sogenannte Inflight-Entertainment-Systems bezeichnet.

Die Multimedia-Server arbeiten mit maximal vier Mips-RISC- Prozessoren "R4400" mit 200 Megahertz Taktrate unter dem Echtzeit- Betriebssystem Max/OS auf Basis von Unix System V, Release 4.2MP. Das Besondere an den Maxion-Systemen ist Concurrents "Ultrasmart"- Konzept, bei dem es keinen System-Bus mehr gibt, dieser somit auch nicht mehr durch datenintensiven I/O-Verkehr belastet werden kann. Dies erreicht das Unternehmen durch die sogenannte Crosspoint- Architektur (siehe Grafik).

Der Crosspoint-Knotenpunkt bietet maximal sechs Hochgeschwindigkeits-Ports, ueber die zum einen die Kommunikation der vier Prozessoren laeuft, die aber auch den Anschluss weiterer Subkomponenten ueber Ethernet-, SCSI-II- oder V24-Schnittstellen ermoeglichen. Jeder CPU-Knoten kann in diesem Konzept gleichzeitig mit zwei anderen Systemkomponenten kommunizieren, wobei sich je Verbindung bis zu 400 MB an Daten pro Sekunde verschieben lassen. Im Ergebnis fuehrt das Concurrent-Konzept unter anderem zu weniger Engstellen im System.

Del Kunert, Director fuer die Open Systems Division bei Concurrent, sieht das Einsatzfeld fuer die Maxion/IMS vor allem in geschaeftlich genutzten Systemen. Andere Hersteller wuerden sich auf Anwendungen wie etwa Video on demand stuerzen und damit indirekt die Klientel der Heimanwender ansprechen. Dieser Markt werde sich aber erst in ein paar Jahren voll entwickeln.

Concurrent konzentriere sich demgegenueber auf Applikationen, die schon heute Umsatz versprechen. Aus diesem Grund pflege man Kontakt mit Systemintegratoren. Mit deren Hilfe wolle Concurrent die Maxion-Rechner in Anwendungen wie der Video-Unterhaltung in Flugzeugen einbinden: "Jeder Fluggast soll die Moeglichkeit haben, sich sein eigenes Filmprogramm auswaehlen zu koennen", meinte Kunert. Gleiches gelte etwa fuer Video-Jukeboxen in Hotels. Auch hier biete Concurrent Systemanbietern eine Zusammenarbeit an, wobei letztere die Ansprechpartner fuer den Endabnehmer (Hotelketten etc.) seien, waehrend man selber das Hardware-Know-how zur Verfuegung stelle.

Um ein Komplettsystem zusammenzustellen, kooperiert Concurrent mit verschiedenen Subkomponenten-Anbietern: Die Stellar One Corp. etwa entwickelt und produziert Set-top-Boxen und Terminals fuer die Multimedia-Systeme, von der Storage Concepts Inc. stammen die Raid-Array-Massenspeicher. Oracle steuert die Entwicklungs-Tools bei.

Wie Rolf Seeger, Senior Account Manager bei Concurrent, sagte, haben sowohl die Kirch-Gruppe als auch Bertelsmann bereits grosses Interesse an den Media-Servern gezeigt.