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20.05.1994

Multimedia und Virtual Reality kurbeln die Nachfrage an Bis 1997 soll sich der Hub-Markt weltweit mehr als verdreifachen

MUENCHEN (hi) - Der Umschwung zur verteilten Datenverarbeitung und die dadurch ausgeloeste Nachfrage nach Internetworking-Komponenten sollen den Herstellern in den naechsten Jahren glaenzende Marktaussichten gewaehrleisten. So taxiert das internationale Marktforschungsinstitut Frost & Sullivan den Netzwerkweltmarkt auf etwa zwoelf Milliarden Mark.

Eine Umsatzsteigerung von 37 Prozent konnten die Anbieter von intelligenten Hub-Systemen einer IDC-Studie zufolge 1993 erzielen. Wie es in dem Marktforschungsbericht "Analysis of the Intelligent Hub Market" weiter heisst, konnten die Hersteller im letzten Jahr weltweit Systeme im Wert von 2,3 Milliarden Dollar absetzen. Zwar wird in den naechsten Jahren nach Ansicht der Auguren das explosive Wachstum der Vergangenheit nicht mehr erreicht, aber eine durchschnittliche Steigerung von 16 Prozent sei bis 1997 erzielbar. Zu diesem Zeitpunkt soll der Hub-Markt dann ein Wertvolumen von 3,5 Milliarden Dollar aufweisen. Die Basis an Installationen wird sich bis dahin, so die Prognose, von knapp 30 Millionen Ports im Jahre 1993 auf ueber 90 Millionen mehr als verdreifacht haben.

Fuer den europaeischen Hub-Markt prophezeien die Analysten von Frost & Sullivan in ihrer Studie "European Intelligent LAN Hub Markets" bis 1995 eine hohe Wachstumsrate, die dann jedoch abflauen werde. 1997 sei der Markt "reif" und das Wachstum den Werten der uebrigen IT-Branche sowie der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung angepasst. Allerdings, so heisst es weiter, werden die Anforderungen an die Bandbreite durch Client-Server-Applikationen und neue Anwendungen wie Multimedia sowie Virtual Reality steigen. Insgesamt fuehre diese Entwicklung zu einer Erhoehung der Bandbreite und werde die Aufruestung vieler bestehender LAN- und Hub- Installationen erforderlich machen.

Aehnlich beurteilen die Marktbeobachter bei IDC, fuer die "intelligente Hubs das Herzstueck moderner Datenkommunikationsnetzwerke sind", die kuenftige Entwicklung. Dabei ist nach Aussagen der Auguren eine zunehmende Segmentierung und Polarisierung des Hub-Marktes zu beobachten.

Im Low-end-Bereich geht der Trend laut IDC zu stand-alone genutzten oder nicht modularen Hub-Systemen sowie zu steckbaren Systemen in Stapelbauweise, die besonders fuer kleine Workgroups oder raeumlich entfernte Zweigstellen nachgefragt werden. Im oberen Bereich seien dagegen derzeit Produkte mit neuen Architekturen erhaeltlich, die sehr schnelle LAN-Technologien wie Switched Ethernet oder ATM unterstuetzen. In diesem Marktsegment sehen sich die Anbieter von LAN-Hardware mit einem harten Wettbewerb seitens kleiner Nischenanbieter und traditioneller Hersteller von Datenkommunikationsprodukten konfrontiert, die sich im LAN-Bereich zusaetzliche Umsatzquellen erschliessen wollen.

Auch die Analysten von Frost & Sullivan, die im High-end-Bereich mit Zuwachsraten von fast 80 Prozent rechnen, prophezeien den Produzenten einen haerteren Konkurrenzkampf. Die Wettbewerber von morgen kommen nach Einschaetzung der Marktexperten vor allem aus dem Bereich der Backbone-Switch-Anbieter wie Router- und Multiplexer-Unternehmen sowie von den Neueinsteigern. Darueber hinaus wird ein weiterer Preisdruck durch den Trend in der Vermittlungstechnik hin zu preisguenstigen ATM-Switching-Produkten entstehen.

Schlimmstenfalls, so die Prognose von Frust & Sullivan, werde sich der Markt bei einem Umsatz von gut einer Milliarde Mark stabilisieren, da die Saettigungsrate bei den installierten Systemen bis jetzt weniger als 30 Prozent betraegt und die Lebenserwartung der Produkte oft nur bei drei bis fuenf Jahren liegt.

Vom europaeischen Markt hat Deutschland mit 24 Prozent Anteil vor Grossbritannien das groesste Segment inne. Dabei ist der englische Sektor mit 20 Prozent noch bedeutend groesser als der franzoesische mit 16 Prozent, obwohl Wirtschaft und IT-Business in beiden Laendern vergleichbar sind. Durch den starken Preisdruck und die haeufige Vergabe von Folgeauftraegen an Katalogdistributoren verliert der direkte Endanwenderkanal als Vertriebsweg nach Einschaetzung der Marktbeobachter an Bedeutung, wobei sich die zehn umsatzstaerksten Hersteller 83 Prozent des Marktes teilen. Marktfuehrer ist Synoptics mit 17 Prozent vor Cabletron und DEC mit 13 beziehungsweise zehn Prozent Marktanteil.