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22.08.2005

Multimediale Bibliotheken

Forscher entwickeln Systeme für Nicht-Papier-Daten.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet ein Leistungszentrum für Forschungsinformation ein. Das Zentrum am Oldenburger Forschungs- und Entwicklungsinstitut für Informatik-Werkzeuge und -Systeme (Offis) beschäftigt sich mit der Frage, wie elektronische Lernmaterialien, Musikdateien, Grafiken und andere nicht in Papierform vorliegende Dokumente in wissenschaftlichen Bibliotheken verarbeitet und dauerhaft vorgehalten werden können.

Viele Bibliotheken sind auf eine effiziente Verarbeitung elektronischer Dokumente nicht eingerichtet. Deshalb besteht die Gefahr, dass multimediale Informationen nicht mehr für Lehre und Forschung verfügbar sind und für immer verloren gehen.

Offis erarbeitete zusammen mit den Universitäten Braunschweig und Bonn, der Technischen Informationsbibliothek Hannover und der Bayerischen Staatsbibliothek ein "Probado" getauftes Konzept zum Aufbau des Leistungszentrums. Der Entwurf wurde 2004 der DFG vorgestellt, welche dem Konsortium jetzt den Zuschlag erteilte.

Die Beteiligten sollen innerhalb der nächsten fünf Jahre Werkzeuge und Systeme sowie Verfahren und Abläufe entwickeln, die es wissenschaftlichen Bibliotheken erlauben, mit multimedialen Daten genauso selbstverständlich umzugehen, wie sie es heute mit Büchern oder Zeitschriften tun.

Offis übernimmt die Koordination des Leistungszentrums und trägt die fachliche Verantwortung für den Bereich multimedialer Lernmaterialien. Insgesamt 2,5 Millionen Euro stehen für Probado zur Verfügung, davon fließen 500 000 Euro an Offis. (rg)