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18.03.1994

Multimediale Partnersuche

Gestern Pay-TV mit Bertelsmann und der Kirch-Gruppe, heute das PC- Business mit Intel und morgen oder uebermorgen fuer die Geschaeftskunden Datenautobahnen in Form von Uebertragungstechniken wie Breitband-ISDN oder ATM. Das Tempo, das die Telekom mit ihren Multimedia-Ankuendigungen vorlegt, ist in der Tat beeindruckend. Geschwindigkeit ist jedoch nicht alles, was den kuenftigen Information-Highway auszeichnet, und die Entwicklung dorthin erst recht nicht. Dies gilt auch und gerade fuer das Bonner Postunternehmen, das auf seinem Weg vom Monopolisten zum neuen Multimedia-Dienstleister manch schnell kreiertes Standbein erst noch mit einem Fundament unterlegen muss.

Eines davon ist sicherlich der Markt fuer das PC- beziehungsweise Video-Conferencing. Dort haben die Mannen um Helmut Ricke auch schon zu Zeiten aufwendiger Videokonferenzstudios gut verdient, naemlich an den teuren, Tage im voraus anzumeldenden Mietleitungen. Aber erst seit preiswerte Desktop-Loesungen bei den Anwendern die Investitionsbereitschaft erhoeht haben, beginnt sich so etwas wie ein Massenmarkt abzuzeichnen. Was lag also aus Telekom-Sicht naeher, als sich ausser mit Marktfuehrer Picturetel auch noch mit dem "Intel-Inside"-Giganten zu verbruedern - einem Unternehmen, das ganz kraeftig seine Fuehler in den Multimedia-Markt ausstreckt.

Wenn die Bonner dabei nun in erster Linie die Werbetrommel fuer Euro-ISDN ruehren, ist das zwar legitim, zeigt jedoch auch, dass sich hier zwei Partner gefunden haben, die einander momentan brauchen, aber wenig zu sagen haben. Der US-amerikanische Chiphersteller, laengst auch in anderen DV-Marktsegmenten etabliert, will nicht mehr und nicht weniger als seine PC- Multimedia-Software verkaufen und benoetigt dafuer das Netz der Telekom. Dass die Bonner indes in Sachen Euro-ISDN, CAPI versus PCI sowie TK-Gebuehren erst noch ihre Hausaufgaben machen muessen, ist einzig und allein deren Problem.

Horst Gellert: PC als Standardendgeraet fuer die Telekommunikation