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07.01.2000 - 

Expansion im Ausland angestrebt

Mummert + Partner plant Wachstum ohne Börsengang

HAMBURG (CW) - Die Mummert + Partner Unternehmensberatung AG, Hamburg, setzte im Geschäftsjahr 1999 ihren Wachstumskurs fort. Das Unternehmen forciert nun den Ausbau seiner Geschäftsaktivitäten im Ausland. Ein Börsengang ist vorerst nicht geplant.

Bereits Mitte Dezember präsentierte Vorstandschef Wilhelm Alms die Zahlen für das Geschäftsjahr 1999. Demnach erzielte die mittlerweile auf 1050 Mitarbeiter angewachsene Consulting-Gruppe einen Umsatz von rund 330 Millionen Mark - zirka 24 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Die stärksten Zuwachsraten verzeichnete der IT-Geschäftsbereich "Systems Consult" mit einem Anstieg von 36 Prozent. Die Hanseaten setzten hier rund 75 Millionen Mark um. Mummert baut in diesem Geschäftsbereich auf SAP-Projekte, IT-Konzepte zur Vertriebs- und Verkaufsunterstützung, Data-Warehouse-Beratung und seit kurzem auch auf E-Commerce-Anwendungen. Weitere Geschäftsfelder sind vor allem Management- und Organisationsberatung sowie die Umsetzung entwickelter Gesamtkonzepte.

Einen Großteil ihrer Kunden rekrutieren die Hamburger aus den Branchen Banken und Versicherungen, öffentliche Dienstleister sowie Energiewirtschaft. Das operative Ergebnis kann sich sehen lassen: Alms erwartet für 1999 eine Rendite von "deutlich über zehn Prozent" und einen Jahresüberschuss von über zwölf Millionen Mark (plus zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr). Gleichzeitig betonte der Firmenchef, dass diese Zahl unter Berücksichtigung von Auslandsinvestitionen zu sehen sei.

Den Kunden will man quer über den Globus folgenDie fünf Tochtergesellschaften in London, Wien, Mailand, Zürich und New York steuerten 1999 rund 13 Prozent zum Umsatz bei. Bis zum Jahr 2004 soll der Auslandsanteil auf 25 Prozent hochgeschraubt werden. "Das Thema Internationalisierung ist für uns eine existenzielle Notwendigkeit", erklärte Alms. Der deutsche Markt zeige Begrenzungen und sei mit Wettbewerbern wie Debis Systemhaus oder CSC Ploenzke stark umkämpft.

Auch in den Auslandsmärkten bekommen es die Hamburger mit den Großen der Branche zu tun. Hier muss Mummert + Partner es mit Dienstleistern wie Cap Gemini oder KPMG aufnehmen. Laut Alms ist es aber unverzichtbar, "ausgesuchten Kunden quer über den Globus zu folgen".

Das nötige Kleingeld für die geplante Expansion will sich das Hamburger Unternehmen jedoch nicht durch einen Börsengang am Frankfurter Kapitalmarkt holen. "Wir setzen auf operatives Wachstum und investieren unsere Gewinne", sagte der Vorstandschef in Hamburg. Als Grund für die Zurückhaltung nannte er den hohen Druck, der auf börsennotierten Firmen laste. Akquisitionen im Beratermarkt seien zudem ein schwieriges Unterfangen. Unmissverständlich stellte Alms in diesem Zusammenhang klar: "Mummert + Partner wird ein unabhängiges Unternehmen bleiben."

Als größte Wachstumsbremse sehen die Hanseaten nach wie vor den Mangel an qualifizierten Beratern. Über 200 neue Mitarbeiter sollen im Jahr 2000 eingestellt und der Umsatz um mindestens 20 Prozent gesteigert werden. Alms erwartet, dass die Einnahmen im Beratungsmarkt wegen des Jahr-2000-Wechsels im ersten Quartal nur leicht zulegen werden. "In den ersten Monaten konzentrieren sich viele Firmen voraussichtlich noch darauf, kleine Störungen in den IT-Systemen zu korrigieren." Aufgrund vieler aufgeschobener Projekte rechnet der Vorstandschef aber in den folgenden Quartalen mit einem kräftigen Geschäftsanstieg.