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07.12.2008

Murdoch prüft Befreiung vom Pflichtangebot bei Premiere -Spiegel

(Wiederholung)

(Wiederholung)

HAMBURG (Dow Jones)--Die Anleger des Abo-Senders Premiere hoffen womöglich vergebens darauf, dass ihnen der Großaktionär Rupert Murdoch demnächst ein Übernahmeangebot für ihre Aktien macht.

Wie der "Spiegel" am Samstag vorab berichtet, erwägt Murdoch zwar auf Druck der Banken, Anfang nächsten Jahres eine Kapitalerhöhung in gut dreistelliger Millionenhöhe bei dem angeschlagenen Sender mit zu finanzieren. Der Anteil seiner News Corp stiege damit von 25,01% über die Schwelle von 30%, die ihn gesetzlich verpflichtet, den übrigen Anlegern ein Angebot vorzulegen. News Corp erwäge jedoch, sich von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) von der Verpflichtung befreien zu lassen.

Es wäre fahrlässig, diese Option nicht zu beachten", heißt es bei Insidern. Laut Gesetz könne die BaFin eine Ausnahme gestatten, wenn das Unternehmen ein Sanierungsfall ist, also "bestandsgefährdende Risiken" existierten und der Bieter sich wegen des Pflichtangebots nicht an der Sanierung beteiligen würde.

Aus dem Umfeld des Unternehmens heißt es, News Corp habe derzeit wenig Interesse, eine Mehrheit zu übernehmen und damit über eine Kapitalerhöhung hinaus in die verlustreiche Firma zu investieren. Premiere, das im dritten Quartal ein Minus von 89 Mio EUR vermeldete, verhandelt derzeit über seine Finanzierung mit den Banken. Die wollen weiteres Geld dem Vernehmen nach nur bereitstellen, wenn auch das Eigenkapital erhöht wird. Eine mögliche Befreiung vom Pflichtangebot spiele in den Gesprächen eine Rolle, heißt es im Haus. Für eine Kapitalerhöhung müsste Premiere eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen.

Weder News Corp noch Premiere wollten den Bericht am Sonntag kommentierten.

News Corp, der auch Dow Jones und damit diese Nachrichtenagentur gehört, ist an Premiere mit 25,01% beteiligt.

DJG/reh

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