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23.05.2003 - 

Die Welt der MP3-Player

Music makes the world go round

MÜNCHEN (CW) - Es reicht nicht aus, Musikstücke aus dem Internet zu laden - erst mit dem richtigen Gerät stellt sich der Hörgenuss ein. Zum Glück haben sich die MP3-Player inzwischen zu kleinen Alleskönnern mit interessantem Mehrwert entwickelt.

Selten wurde in den Medien derart intensiv über das Schicksal der Musikindustrie debattiert wie in den vergangenen Monaten. Angesichts von Peer-to-Peer-Filesharing, breitbandigen Flatrates, Kopierschutzmechanismen und Urheberrechtsnovellen zeichnet sich inzwischen eine Erkenntnis ab: Die Branche ist in ihrer Struktur massiv bedroht. Je nach persönlicher Interessenlage gilt die Musikindustrie dabei wahlweise als unschuldiges Opfer von Online-Parasiten, oder sie trägt selbst die Verantwortung für die Entwicklung und hat den Umsatzeinbruch sozusagen verdient.

Verwirrende Funktionsvielfalt

Wie man die Sache auch dreht und wendet - noch lassen sich keine Geräte zum Abspielen der Songs aus dem Web laden. Dabei sind gerade die MP3-Player inzwischen mit interessanten Funktionen angereichert worden, die bei so kleinen Apparaten vor zwei Jahren noch undenkbar gewesen wären. Vereinfacht gesagt, teilt sich das Angebot auf in ein Segment am Low- sowie eins am Highend. Letztere Geräte sind in der Regel mit Plattenspeichern ausgestattet, auf denen sich der Inhalt von einigen hundert CDs unterbringen lässt. Die Preise liegen bei 200 Euro aufwärts. So kostet etwa Apples neuer "Ipod" mit einer Kapazität von 30 GB (bis zu 7500 Songs, drei Wochen Musik hören am Stück) knapp 600 Euro. Doch es muss nicht immer Kaviar sein, zumal das Objekt 176 Gramm wiegt und die Größe einer Zigarettenschachtel aufweist. Konkurrenzprodukte in dieser Leistungsklasse sind indes noch voluminöser.

Für Jogger bietet sich jedoch ein MP3-Winzling an, der weniger als 50 Gramm auf die Waage bringt und auf einem Flash-Speicher aufbaut. Dafür müssen beim Bedienkomfort und der Verarbeitung Abstriche gemacht werden, vom Speichervolumen ganz zu schweigen: Im Schnitt 128 MB reichen vielleicht gerade einmal für einen geruhsamen Spaziergang um die Außenalster. Spaß machen die Sticks trotzdem.

Von Benq stammt der "Joybee", ein kleiner silberner Stift mit eindeutigem Plastik-Feeling. Dafür hat das Gerät einen eingebauten USB-Anschluss, wodurch es ohne Installation komfortabel als Wechseldatenspeicher am PC zur Verfügung steht. Per Drag and drop lassen sich Dateien im Explorer mit der Maus auf den Stift ziehen, solange beim Speichervolumen von 64 oder 128 MB neben den Songs noch Platz ist. Im Preis von 140 Euro ist ein Akku enthalten, der sich per USB-Kabel praktischerweise gleich wieder auflädt.

Batterien oder Akkus?

Im Gegensatz dazu läuft der "CA-1000" von Anubis mit einer Batterie, und er lässt sich auch nicht ohne weiteres als Speichermedium einsetzen. Vor den Gebrauch hat der Entwickler eine Softwareinstallation gesetzt, wobei das Tool zumindest für LAN-vernetzte Rechner nicht ausgereift scheint. Wer zudem Daten und Songs laden will, braucht das Konverterkabel vom PC zum Mini-USB-Anschluss des Geräts. Dafür fühlt sich der CA-1000 besser an und bietet zum Preis von 130 Euro neben 128 MB Speicher noch eine Diktierfunktion sowie ein winziges Display, das der Joybee wiederum vermissen lässt.

Andere Geräte - und davon sind inzwischen viele auf dem Markt - verfügen beispielsweise über UKW-Radios oder Slots für zusätzliche Speicherkarten. Wer sich also für einen MP3-Player interessiert, sollte sich bereits im Vorfeld Gedanken machen, auf welche Features er definitiv nicht verzichten kann. Zudem lohnt es sich, die Geräte vor dem Kauf in die Hand zu nehmen und nicht einfach über das Web zu bestellen. Auch liegen die Preisempfehlungen teils weit auseinander, ohne dass sich der Grund auf Anhieb erschließt. (ajf)