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07.06.2006

Musikverwaltung für Linux

Schulze ist freier Autor der Website CIO.de und dem CIO-Magazin.

Auch wenn das freie Betriebssystem für den Desktop-Einsatz immer ausgereifter wird: Kleinigkeiten können den Benutzer nach wie vor zur Verzweiflung bringen. Ein Dauerbrenner ist das Thema Multimedia und dort vor allem der Umgang mit Audio-Daten. Hier schafft Banshee Abhilfe, eine Musikverwaltung und Musikwiedergabe für den Gnome-Desktop.

Das Tool basiert auf dem Mono- und dem GStreamer-Audio-Framework. Optisch lehnt sich Banshee stark an die iTunes-Software von Apple an, die Bedienung erfolgt weitgehend intuitiv. Beim ersten Start durchsucht das Tool das Home-Verzeichnis des Benutzers nach vorhandenen Medien, die in einer Bibliothek aufgelistet werden. Aus dieser Bibliothek lassen sich mit wenigen Mausklicks Play-Listen zusammenstellen. Ebenso können Titel direkt aus der Anwendung heraus auf CD gebrannt werden, entweder als Daten- oder als Audio-CD. Umgekehrt geht es auch: Banshee ist in der Lage, Audio-CDs zu rippen und im Ogg-Vorbis-Format auf der Festplatte abzulegen.

Hinsichtlich der angezeigten Informationen ist Banshee sehr frei konfigurierbar: Sämtliche Metadaten einer Audio-Datei können als Spalten in der Ansicht herhalten. Auch Platten-Cover oder - über ein Plug-in - die Wikipedia-Einträge zu den entsprechenden Künstlern zeigt die Software auf Wunsch an. Und um die Nähe zu iTunes abzurunden steht auf der Homepage des Projekts unter www.banshee-project.org auch ein Plug-in bereit, mit dem Banshee auf das Musikportal von Apple zugreifen kann.

Einziges Manko ist - wie leider unter Linux üblich - die Unterstützung von MP3. Aus lizenzrechtlichen Gründen beherrscht Banshee von Haus aus kein MP3, sondern nutzt den freien Ogg-Vorbis-Algorithmus. Jedoch steht seit kurzem von der Firma Fluendo ein frei verfügbares MP3-Plug-in für GStreamer bereit. Dieses kann nach einer Registrierung kostenlos von www.fluendo.com heruntergeladen werden. (Jan Schulze)

CW-Fazit: Banshee erweitert den Linux-Desktop immens, wenn es um Audio geht. Die fehlende MP3-Unterstützung lässt sich recht einfach nachinstallieren.