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09.04.2009

Muss ERP so teuer sein?

Gerade in Krisenzeiten wächst der Veränderungsdruck. Vielleicht passt das Geschäftsmodell nicht mehr richtig, Unternehmenseinheiten werden ge- oder verkauft, Produktionsstätten in andere Länder verlagert, Mitarbeiter entlassen und das Portfolio bereinigt. Das sind Veränderungen, die teilweise gravierende Auswirkungen auf das ERP-System haben. Je nach Größe des Unternehmens und Grad der Veränderung verursacht das schnell Zusatzkosten in Millionenhöhe.

Wer diese Einschätzung für übertrieben hält, sollte sich die Studie von CFO Publishing (http://www.cfo.com/) ansehen, die das Magazin und Analysehaus zusammen mit dem ERP-Anbieter Agresso aufgelegt hat. Dafür wurden 157 Finanzchefs mittlerer und großer US-Unternehmen mit Umsätzen zwischen 100 Millionen und einer Milliarde Dollar befragt. Durchschnittlich geben diese Unternehmen ohne Lizenzkosten 1,2 Millionen Dollar jährlich für ihr ERP-System aus. Dabei belaufen sich die Kosten, um das System an neue Bedingungen anzupassen, auf 475.000 Dollar. Am meisten verschlingen die Veränderungen an den Geschäftsprozessen und am Finanz-Management. Und um eine größere Veränderung am ERP-System zu bewirken, brauchten die befragten Unternehmen durchschnittlich 60 Manntage.

Das sind enorme jährliche Aufwände für eine Software, deren Beitrag zur Profitabilität, den Wachstumsmöglichkeiten oder der Innovationskraft eher gering ist. Dennoch können weder die CFOs noch die CIOs ohne ERP-Systeme auskommen. Aber sie sollten die Gesamtkosten dieser Programme genauer betrachten und sie bei Change-Prozessen berücksichtigen. Das bringt zwei Fragen mit sich: Muss jede Veränderung im Geschäftsprozess im ERP-System nachgebildet werden? Und braucht ein Unternehmen in Zeiten immer modularer werdender Software noch Suiten mit dem Ich-kann-alles-Anspruch?

Weitere Meinungsbeiträge und Analysen lesen Sie im Blog des Autors unter www.wittes-welt.eu.