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30.09.1994

Muss es unbedingt 3D-Technik sein?

Den Herstellern von CAD/ CAM-Systemen duerften die juengsten Erkenntnisse der Nuernberger Gesellschaft fuer Konsumgueterforschung (GfK) wie Musik in den Ohren klingen: Nur etwa ein Drittel des potientiellen CAD-Marktvolumens ist in Deutschland ausgeschoepft. Von den etwa 75000 CAD-Arbeitsplaetzen befinden sich derzeit rund 80 Prozent in der Grossindustrie. Besonders in kleinen und mittelstaendischen Betrieben wird dagegen noch gerne mit dem traditionellen Zeichenbrett konstruiert.

Schuld an der geringen Marktdurchdringung waren nicht zuletzt die fuer manchen Mittelstaendler zu hohen Anschaffungskosten einer CAD- Workstation. In diese Luecke springt seit einiger Zeit der vergleichsweise preiswerte High-end-PC. Auf modernen 486/586ern laeuft selbst das ausgefeilteste 2D-Modul einer Konstruktionssoftware mit zufriedenstellender Performance - und 2D-Technik ist heute die nach wie vor gebraeuchlichste Konstruktionsmethode, auch mit elektronischen Tools. Trotzdem meinen immer noch zu viele Anwender, ihr System auf die komplexe 3D-Volumenmodellierung auslegen zu muessen. Das Ergebnis ist haeufig ein fuer den Alltag voellig ueberdimensioniertes Werkzeug, das nur selten die erhoffte Produktivitaet erreicht und - darueber sollte man sich im klaren sein - nach etwa zehn Jahren veraltet ist.

Eine zweite, haeufig geuebte Kritik an CAD-Loesungen betrifft ihre mangelnde Integrationsfaehigkeit in die gesamte Unternehmens-DV. Sie waere die Voraussetzung, um das volle Rationalisierungspotential ausschoepfen zu koennen. Im Idealfall sollen sich Konstruktionszeiten um bis zu 90 Prozent verkuerzen lassen, wenn die Einbindung von CAD/CAM bis ins Concurrent Engineering (CE) und Engineering Data Management (EDM) hineinreicht. Die Umsetzung derart prozessorientierter Architekturen ist allerdings sehr aufwendig und scheitert nicht selten an der mangelhaften Strukturanalyse seitens des Anwenders oder an der leidigen Schnittstellen-Problematik. Zur Hoffnung veranlasst hier die ISO-Norm Step, mit der es kuenftig moeglich wird, nicht nur die geometrischen Informationen von Bauteilen, sondern auch die dazugehoerigen Produktdaten zwischen verschiedenen Systemen auszutauschen. Die Unterstuetzung dieser herstellerunabhaengigen Standardisierungsbestrebungen kann deshalb nicht gross genug sein.