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18.01.2002 - 

Neues Produkt kommt spät und konkurriert mit Commerce-One-Lösungen

Mysap SRM verwaltet Lieferantenbeziehung

WALLDORF (CW) - Mit "Mysap SRM" bringt die SAP-Tochter SAP Markets eine Lösung für die Verwaltung der Lieferantenbeziehungen. Sie erweitert die bestehenden E-Procurement- und E-Markets-Lösungen des Anbieters.

Supplier Relationship Management (SRM) soll durch das Management von Lieferantenbeziehungen die Wertschöpfungskette optimieren. Hierzu bündelt die Anwendung verschiedene Werkzeuge, zum Beispiel für Qualifizierung und Auswahl von Lieferanten, Vertragsverwaltung, Content-Management, Überwachung der Lieferantenbeziehungen und Ähnliches. Das Programm ist eng in die bestehenden Anwendungen zur Anbindung von Lieferanten eingebunden, zum Beispiel die Web-Marktplatzsoftware "Marketset", die SAP zusammen mit Commerce One entwickelt hat. Die E-Procurement-Lösung "Enterprise Buyer Professional", deren gemeinsamer Vertrieb mit Commerce One vor kurzem eingestellt worden ist, ist nun Bestandteil von Mysap SRM.

SAP Markets ist relativ spät dran mit einer solchen Lösung, Konkurrenten wie i2 Technologies und Manugistics, aber auch der Partner Commerce One haben entsprechende Produkte bereits im vergangenen Jahr angekündigt. "SAP ist nun im Einklang mit dem Markt", beurteilt daher Beth Barling, Analystin bei AMR Research, die Ankündigung und prophezeit: "Wir werden einen Kampf um die Dominanz bei SRM erleben."

Dafür sieht sich SAP Markets gut gerüstet. "Unsere Lösung unterscheidet sich von Angeboten des Wettbewerbs vor allem durch die Vollständigkeit", beschreibt Peter Graf, Vice President Marketing bei SAP Markets, den SAP-Ansatz. Es sei sichergestellt, dass SRM-Module mit anderen Mysap-Komponenten zusammenarbeiten, so dass zum Beispiel Verträge nicht mehrfach verwaltet werden müssen. Allerdings bezweifelt David Dobrin, Analyst beim Beratungsunternehmen B2B Analysts, dass die Anwender das benötigen: "Es gibt eine Kluft zwischen dem, was geliefert wird, und dem, was der Markt wahrscheinlich braucht."

Bedeutsam ist auch die nun entstandene Konkurrenz mit dem Produkt "Commerce One Source". Commerce One ist ein strategischer Partner der SAP im Bereich Web-Marktplätze. Diesen Konflikt spielt Graf allerdings herunter und verweist auf verschiedene Zielmärkte, die die beiden Unternehmen unterschiedlich gut adressieren könnten. SAP wäre vor allem stark in der Fertigungsindustrie vertreten, während Commerce One vielleicht im Bereich Services Vorteile hätte. SAP hält einen 20-prozentigen Anteil an seinem Softwarepartner und ist daher an dessen wirtschaftlichem Erfolg interessiert. (mo)