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28.10.1988

N.V. Philips: Während bei Partner Siemens die Megachip-Produktion auf Touren kommt, legt die holländische "Gloeilampenfabriek" ihre entsprechenden Vorhaben auf Eis. Die Weltmarktnachfrage nach den 1-MBit-Chips bleibe hinter den Erwartungen zurück. Desh

N.V. Philips:

Während bei Partner Siemens die Megachip-Produktion auf Touren kommt, legt die holländische "Gloeilampenfabriek" ihre entsprechenden Vorhaben auf Eis. Die Weltmarktnachfrage nach den 1-MBit-Chips bleibe hinter den Erwartungen zurück. Deshalb werden die neuen Memory-Bausteine vorläufig weder in Hamburg noch in Nijmegen produziert, obwohl der Konzern schon eine halbe Milliarde Mark investiert hat.

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Lotus Development Corp.:

Das Spreadsheet-Softwarehaus, das mit der Fertigstellung der neuen Version von "1-2-3" weit hinter dem Plan herhinkt, leidet bereits unter Ertragsproblemen, denn den Produkt-Entwicklungskosten stehen noch keine Verkaufseinnahmen gegenüber. Im dritten Quartal sank der Nettogewinn auf 14,3 (19,1) Millionen Dollar bei einem Umsatz von 116,8 (101,2) Millionen Dollar. Damit halbierte sich die Zuwachsrate im Verkauf - von über 30 Prozent im ersten Halbjahr auf 15 Prozent.

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Unisys Corp.:

Schwere Anschuldigungen hat Honeywell Inc. gegen das Management des Computerkonzerns aus Blue Bell erhoben. Wegen Vertragsbruchs, Betrugs und Vorspiegelung falscher Tatsachen im Zusammenhang mit dem Kauf der Sperry-Aerospace-Division fordert das Elektronikunternehmen jetzt 350 Millionen Dollar Schadenersatz von Unisys. Um soviel sei die Luftfahrt-Abteilung, die für mehr als eine Milliarde Dollar den Besitzer wechselte, überteuert gewesen. Unisys hält dagegen, Honeywell habe ausreichende Gelegenheit gehabt, sich vor dem Kauf über alle wirtschaftlichen Details zu informieren. Streitigkeiten über die Interpretation des Kaufvertrags sind nicht neu: Bereits im September hatte sich Unisys an ein New Yorker Gericht gewandt, um die Rechte und Pflichten beider Parteien klären zu lassen.

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Sun Microsystems GmbH:

Die Erfolgswelle, auf der die amerikanische Muttergesellschaft schwimmt, trägt auch die deutsche Tochter des Unix-Protagonisten vorwärts. Trotz währungskursbedingter Preissenkungen wuchs der Umsatz der GmbH im Geschäftsjahr 1987/88 (30. Juni) um 49 Prozent auf 72,4 Millionen Mark. Der Auftragseingang übertrifft mit einem Wert von 85 Millionen Mark die Vergleichszahl um 83 Prozent. Den Gewinn vor Steuern gibt die deutsche Sun mit 2,1 Millionen Mark an. Die Mitarbeiterzahl sei auf 190 fast verdoppelt worden. Die Münchner legen allerdings nicht das gleiche Tempo vor wie die Zentrale in Sunnyvale: Deren Umsatz stieg 1987/88 um 96 Prozent.

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Nixdorf Computer AG:

Weit mehr Mitarbeiter als geplant hat das Münchner Vertriebs- und Entwicklungszentrum des Paderborner Systemhauses eingestellt. Nach drei Jahren platzt der 1000-Mitarbeiter-Neubau bereits aus den Nähten. Nun erweitert die NCAG den Komplex an der Berliner Straße um 46 000 Quadratmeter Büro-Geschoßfläche.

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Compunet Computer AG:

Die auf IBM-Produkte fixierte PC-Handelsgruppe bezeichnet das zurückliegende Geschäftsjahr 1987/88 als "Jahr sinkender Margen und steigender Verdrängung unter den IBM-Handelspartnern". Freilich stand Compunet selbst auf der Seite derjenigen, die diesen kleineren Mitbewerbern das Wasser abzugraben trachteten - mit Erfolg: Der Gruppenumsatz stieg trotz Preisverfalls um 85 Prozent auf 96,5 (52) Millionen Mark. Darin enthalten waren 16,6 Millionen Mark Umsatz der aufgekauften Microage-Kette. Das Brutto-Betriebsergebnis stieg auf 4,3 (3) Millionen Mark; davon bekommen allerdings noch Finanzamt, Gesellschafter und Mitarbeiter ihr Scherflein.