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08.10.1999 - 

Anwender und Hersteller waren desinteressiert

Nach 40 Jahren löst sich die IBM-User-Group auf

MÜNCHEN (CW) - Die Anwendervereinigung Guide International Corp. hat nach 40 Jahren ihre Aktivitäten eingestellt. Die Gesellschaft, die von IBM-Anwendern gegründet worden war, hatte sich mit Großsystemen beschäftigt. Der Grund für die Aufgabe ist mangelndes Interesse von Herstellern und Usern sowie die geringe Teilnahme an den Konferenzen.

Den Guide-Mitgliedern empfiehlt Ronald Higgin, President von Guide International, an den Konferenzen der Schwesterorganisation Share teilzunehmen (siehe http://www.guide.org). Auch in anderer Hinsicht wird Share die Aufgaben von Guide wahrnehmen. So auch für das Projekt "Software Licence Use Management" (Lum), das vor vier Jahren in Gang gesetzt wurde. Dabei handelt es sich um einen Rahmen, der Anwendern helfen soll, bei der User-abhängigen Beschaffung von IT-Equipment Lizenzkosten zu sparen. Die Spezifikationen sollen im Industriestandard "XSLM" münden, dessen sich seit geraumer Zeit The Open Group annahm (siehe http://www.share.org/xslm).

In Europa ging die zentral organisierte Vereinigung Guide bereits 1995 mit der regional strukturierten IBM-Anwendervertretung Share zusammen. Heute ist Guide Share Europe (GSE) eine Non-Profit-Vereinigung von etwa 2000 Unternehmen, die IBM-Systeme und Produkte im Bereich Informationstechnologie einsetzen oder einsetzen wollen.

GSE ist aufgeteilt in zwölf Regionen, von denen die deutsche die größte ist (siehe http://www. gsenet.de). Die rund 70 Arbeitsgruppen hierzulande befassen sich mit technischen und organisatorischen Fragen sowie mit Management-Aspekten. Neben dem Informationsaustausch widmet sich GSE auch der Bündelung und Formulierung von Anforderungen an IBM-Systeme, die an die Entwicklungslabors des Herstellers gehen. Als wichtigste Kommunikationsplattform hat sich die Jahrestagung etabliert. Die nächste findet vom 29. bis 31. Mai 2000 in Potsdam statt.

In der deutschen Region von GSE war die Guide-International-Auflösung noch unbekannt, und auch das schweizerische Headquarter zeigte sich überrascht. Für Präsident Wolfgang Auer aber ist sie eine rein US-amerikanische Angelegenheit, die keine Auswirkungen auf die hiesige GSE hat.