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21.05.1993 - 

Client-Server-Werkzeuge im Angebot

Nach der AD/Cycle-Episode orientiert sich Bachman neu

Der Begriff Computer Aided Software Engineering (CASE) ist fuer viele Anwender ein Synonym fuer enttaeuschte Erwartungen und nicht eingehaltene Herstellerversprechen. Die Investitionsbereitschaft der Kunden ist zurueckgegangen, Anbieter, die ihre Strategie fruehzeitig auf die IBM-Mainframe-Welt ausgerichtet hatten, muessen sich nach dem Scheitern des ersten AD/Cycle-Entwurfs neu orientieren.

Beispielhaft fuer eine solche Kehrtwende ist das Vorgehen des US- Anbieters Bachman, der hierzulande in Wiesbaden ansaessig ist. Das Unternehmen war nach dem Entwicklungsstop des Repository Manager/MVS aus dem Kreis der IBM-Entwicklungspartner ausgeschert, um den steinigen Pfad einer umfassenden Restrukturierung einzuschlagen. Der Erfolg hielt sich in Grenzen: Die letzten drei Quartale brachten Bachman nach Angaben der CW-Schwesterpublikation "Computerworld" nur Verluste, das Softwarehaus trennte sich von 15 Prozent der Belegschaft.

Bachmann tanzt auf zwei Hochzeiten

Schuld daran sind nicht zuletzt die Altlasten. Bachman kaempft heute, aehnlich wie IBM-AD/Cycle-Partner Knowledgeware, an zwei Fronten: Einerseits sind Anwender, deren strategische Entwicklungsplattform der IBM-Mainframe ist, auch kuenftig zu betreuen, andererseits muessen diese Softwarehaeuser, um langfristig im Markt bestehen zu koennen, Werkzeuge fuer den Zukunftsmarkt Client-Server anbieten.

Hier ist aber bis dato nur wenig Geld zu verdienen. Bevor sich die Anwender fuer Werkzeuge entscheiden, warten sie erst einmal ab, wer sich an diesem Markt durchsetzen und die Standards setzen kann. "Ein Shake-out steht bevor, daher haben wir es gar nicht eilig", meint etwa Jim Knisley, Datenbankspezialist der US- Versicherungsgesellschaft The Forethought Group Inc. in Batesville, Illinois. Er werde mit seinen beiden Mainframe-Tools von Bachman noch eine Weile zurechtkommen, bevor er sich dann fuer eine Client-Server-Entwicklungsumgebung entscheide.

Diese Einstellung der Anwender, so gesteht Alan Sarasohn, der bei Bachman fuer das Nordamerika-Geschaeft verantwortlich zeichnet, habe seinem Unternehmen in den letzten Monaten arg zugesetzt. Die Krise ging auch am Management nicht spurlos vorueber. So war Chief Operating Officer Bob Hughes nur vier Monate im Amt, bis er im Maerz dieses Jahres seinen Hut nahm. Seine Aufgaben werden heute von Chief Executive Officer Arnold Kraft mit uebernommen.

In dem Bemuehen, das Produktangebot grundsaetzlich neu zu gestalten, arbeitet das Softwarehaus derzeit an Entwicklungswerkzeugen fuer Systeme jenseits der IBM-Welt, etwa fuer die Datenbankumgebungen von Oracle und Sybase. So werden beispielsweise die Front-end-Entwicklungswerkzeuge von Bachman an das Produkt "Powerbuilder" gekoppelt. Dabei handelt es sich um einen Werkzeugkasten von der Powersoft Corp., mit dem sich Client- Server-faehige Datenbankanwendungen im PC-Windows-Umfeld generieren lassen.