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01.04.1994

Nach kraeftigen Umsatz- und Gewinnzuwaechsen Sema Group geht optimistisch in das Geschaeftsjahr 1994 Von CW-Mitarbeiter Lorenz Winter

PARIS - Trotz der Umsatzeinbussen im deutschen Markt gehoert die franzoesisch-britische Sema Group zu den wenigen Gewinnern, die die europaeische Softwarebranche im Geschaeftsjahr 1993 aufzuweisen hatte. Der Umsatz wuchs um 20,5 Prozent auf umgerechnet 1,3 Milliarden Mark. Der Gewinn nach Steuern betrug etwa 45,8 Millionen Mark, legte also gegenueber dem Vorjahr knapp 30 Prozent zu.

Chairman Pierre Bonelli schreibt diese Erfolge vor allem der Tatsache zu, dass Sema den Anteil des technischen Bereichs am Gesamtumsatz auf 63 Prozent hochgetrieben habe. Die konjunkturell staerker gefaehrdeten Produkte und Dienstleistungen fuer kaufmaennische Betriebe haetten dagegen nur 37 Prozent zu den Verkaeufen beigetragen.

Forciert wurde ferner die Systemintegration (um 15,5 Prozent), die einschliesslich der Beratung 73 Prozent der Gesamteinnahmen ausmacht, sowie das Facilities-Management (FM), das einen Zuwachs von 64,7 Prozent schaffte und mittlerweile fuer ein Fuenftel des Sema-Umsatzes steht. Auf das Konto der Standardsoftware gingen im vergangenen Jahr lediglich sieben Prozent der Einnahmen.

Nach den Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen im Bereich Multimedia befragt, riskiert der Sema-Chef den Hinweis, das Unternehmen arbeite an solchen Projekten. Der "elektronische Superhighway" gehoere zur Zeit jedoch noch "in den Bereich der virtuellen Realitaet".

Hohes Wachstum bei der Outsourcing-Tochter

Den wichtigsten regionalen Sema-Markt bildet weiterhin Grossbritannien mit 42 (im Vorjahr 40) Prozent des Gesamtumsatzes, gefolgt von Frankreich mit 34 (37) Prozent. In Deutschland hingegen konnte das Unternehmen die Standardpakete der "I-Linie" nicht so recht gegen die Konkurrenzprodukte der Walldorfer SAP AG durchsetzen. Zudem trug die 1992 eingegangene Entwicklungspartnerschaft mit der IBM bislang kaum Fruechte. Ein Umsatzplus von 26 Prozent erzielte allerdings die Sema Outsourcing GmbH, eine hundertprozentige Tochter des Mutterunternehmens, die gegruendet wurde, um den FM-Markt zu bedienen.

Die Kundenstruktur der Sema Group ist recht ausgewogen: 26 Prozent in der Ruestungselektronik, 17 Prozent in der Energietechnik, 14 Prozent im Finanz- und zehn Prozent im Transportwesen. Lediglich die Fernmeldesoftware kam mit einem Umsatzanteil von fuenf Prozent ein wenig knapp weg. Dieses Manko will Sema durch nicht naeher bezeichnete Kooperationen mit Carrier-Unternehmen beseitigen. Die France Telecom ist bereits mit 24,5 Prozent an der britischen FM- Tochter der Sema Group beteiligt.

Die Sema-Bilanz weist fluessige Mittel in Hoehe von 46,6 Millionen Mark aus, denen langfristige Verbindlichkeiten von 60,4 Millionen Mark gegenueberstehen. Dank eines Auftragsbestands im Wert von mehr als 1,4 Milliarden Mark blickt Sema dem Geschaeftsjahr 1994 zuversichtlich entgegen.