Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

27.01.1995

Nach langer Durststrecke Digital verzeichnet erstmals wieder ein Quartal mit Gewinn

FRAMINGHAM (IDG) - Stolz praesentiert die Digital Equipment Corp. das Ergebnis ihres zweiten Geschaeftsquartals. Der Gewinn betrug 18,9 Millionen Dollar. Analysten zweifeln aber nach wie vor, ob das Unternehmen damit die Talsohle dauerhaft ueberwunden hat. Denn trotz Umsatzzuwachs kann der DV-Hersteller mit den Steigerungsraten der Konkurrenten nicht mithalten.

Im zweiten Quartal (Ende: 31. Dezember) des Geschaeftsjahres 1994/95 verzeichnete Digital einen Umsatz von 3,47 Milliarden Dollar. Er stieg damit gegenueber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um sieben Prozent. Waehrend das Unternehmen damals einen Verlust von 72,1 Millionen Dollar hinnehmen musste, kann es jetzt mit einem Gewinn von 18,9 Millionen Dollar oder sieben Cent pro Aktie schwarze Zahlen praesentieren. In Europa stieg der Umsatz im zweiten Fiskalquartal um fuenf Prozent gegenueber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Analysten waren von einem Verlust von 20 Cent pro Anteilsschein ausgegangen. Trotz der nicht erwarteten positiven Bilanz aeussern sie sich sehr vorsichtig. Ein Quartal mache noch keinen Trend.

Die Umsatzsteigerung geht vor allem auf Produktverkaeufe zurueck. Hier stiegen die Einnahmen um 13 Prozent auf 1,87 Milliarden Dollar. Das Dienstleistungsgeschaeft war dagegen weniger expansiv. Es wuchs nur um 0,6 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar. Aufgrund dieser Fakten monieren die Analysten, dass das Umsatzwachstum aus Bereichen mit relativ geringen Margen stammt. Chief Executive Officer Robert Palmer gibt auch zu, dass weder die PC Business Unit noch die Computer Systems Division profitabel arbeiten. Zufrieden ist er aber mit dem Erfolg der Umstrukturierungen. So stammten 58 Prozent der Einnahmen aus indirekten Vertriebskanaelen (im Vorjahr: 43 Prozent), ein Wert, der auf 63 Prozent erhoeht werden soll.

Dass Digital im letzten Quartal schwarze Zahlen schrieb, ist zu einem grossen Teil auf die rigorosen Sparmassnahmen zurueckzufuehren. Der DV-Konzern beschaeftigte zum Jahresende noch 65 000 Mitarbeiter, rund 21 900 oder ein Viertel weniger als zwoelf Monate zuvor.