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23.02.1990 - 

Noch schreibt der Minimaker rote Zahlen, aber

Nach radikalem Sparkurs sieht Norsk Data wieder Land

OSLO (CW) - Der harte Sanierungskurs der Osloer Norsk Data AS scheint erste Früchte zu tragen. Zwar nahm im Geschäftsjahr 1989 der Verlust vor Steuern von 326 auf 419 Millionen Kronen (zirka 104 Millionen Mark) zu, doch konnte der Nettoverlust deutlich verringert werden.

Mit einem Minusbetrag von 962 Millionen Kronen (zirka 240 Millionen Mark) hatte die Norsk Data AS das Geschäftsjahr 1988 erstmals seit 15 Jahren mit tiefroten Zahlen abschließen müssen. Davon waren allerdings allein 625 Millionen Kronen für Umstrukturierungsmaßnahmen zurückgestellt worden, die im Geschäftsjahr 1989 erfolgen sollten.

Die Belegschaft drastisch reduziert

Dennoch schreckte der hohe Verlust zumindest Firmengründer und Norsk-Data-Chef Rolf Skar so sehr, daß er im August letzten Jahres das Handtuch warf und seinen Stuhl Erik Engebretsen überließ.

Die Reorganisation führten die Norweger in den vergangenen zwölf Monaten konsequent durch: Das Unternehmen wurde in sieben selbständig operierende Geschäftseinheiten aufgeteilt und die Belegschaft weltweit drastisch reduziert.

Von ursprünglich 4200 Mitarbeitern (Ende 1988) sind jetzt noch 2700 bei Norsk Data beschäftigt. Hinzu kam eine Umstrukturierung im Fertigungsbereich. Durch diese Maßnahmen konnte der Osloer Minimaker den Nettoverlust im Geschäftsjahr 1989 um mehr als die Hälfte reduzieren. Das Minusergebnis beträgt jetzt noch 394 Millionen Kronen.

Ob Norsk Data jedoch im laufenden Geschäftsjahr die Rentabilitätszone erreicht, ist noch ungewiß. Selbst Erik Engebretsen will keine Prognose wagen. Zwar erklärte der ND-Präsident, man habe in der zweiten Jahreshälfte 1989 "das Blatt gewendet", da die Verkaufszahlen in diesem Zeitraum um 23 Prozent gesteigert werden konnten. Überdurchschnittlich gut seien dabei die Geschäfte in Norwegen und in der Bundesrepublik Deutschland gelaufen.

Unix-kompatible Produkte fanden großen Anklang

Gut angekommen sei bei den Kunden auch die neue Serie der Unix-kompatiblen Produkte, die Norsk Data im Oktober eingeführt hatte.

Sie habe die Vorgängergeneration der Proprietary-Systeme im Absatz gleich um 20 Prozent übertrumpft. Dennoch rechne er in den kommenden Monaten nicht mit großen Wachstumssprüngen für sein Unternehmen. +